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Das deutsche Nationalteam muss kurz vor der Weltmeisterschaft einen herben Rückschlag befürchten. Lennart Karl hat sich im Training der DFB-Auswahl schwer verletzt und wurde umgehend für genaue Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Im schlimmsten Fall droht dem Spieler das endgültige WM-Aus, noch bevor das Turnier richtig begonnen hat.

Schockmoment im Training: Nagelsmann wartet auf Diagnose

Die Stimmung im DFB-Camp war spürbar gedrückt, als Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz die Hiobsbotschaft verkündete. Eigentlich sollte der Fokus auf dem anstehenden Härtetest gegen die USA liegen, doch der Trainingsunfall überschattete die Vorbereitung. Das sah ehrlich gesagt nicht so gut aus, gab Nagelsmann unumwunden zu. Nun wartet der Trainerstab gebannt auf die Diagnose aus der Klinik, um zu entscheiden, ob eine Nachnominierung für den Kader unumgänglich wird.

Manuel Neuer fehlt beim WM-Härtetest gegen die USA

Die bittere Nachricht um Karl verdrängte beinahe ein weiteres wichtiges Personalthema: Das geplante Comeback von Manuel Neuer verzögert sich. Der Weltmeister von 2014 laboriert weiterhin an den Folgen einer Wadenverletzung, die er sich vor knapp drei Wochen zugezogen hatte. Obwohl der 40-jährige Schlussmann laut DFB-Angaben voll im Plan liegt und sich im Belastungsaufbau befindet, soll kein unnötiges Risiko eingegangen werden. Der Einstieg in das reguläre Mannschaftstraining ist erst für die kommende Woche angesetzt.

Die Generalprobe: Mit geballter Offensivpower gegen die USA

Trotz der personellen Rückschläge blickt die deutsche Elf fokussiert auf das Duell am Samstagabend (20.30 Uhr MESZ) im ausverkauften Soldier Field in Chicago. Vor über 60.000 Zuschauern fordern die USA, angeführt vom Ex-Dortmunder Christian Pulisic, das Nagelsmann-Team zu einer echten Generalprobe heraus. Der Bundestrainer will weitestgehend die Startelf ins Rennen schicken, die auch am 14. Juni in Houston beim WM-Auftakt gegen Curacao glänzen soll.

Dabei setzt der DFB auf vertraute Automatismen in der Offensive: Kai Havertz hat seinen Platz im Sturmzentrum sicher und wird erstmals seit November 2024 wieder gemeinsam mit Florian Wirtz und Jamal Musiala wirbeln. Für den leicht angeschlagenen Deniz Undav, der beim 4:0-Erfolg gegen Finnland noch doppelt traf, bleibt vorerst nur die Bank. Die Marschroute für die DFB-Auswahl, die zuletzt acht Siege in Serie feierte, ist klar formuliert: Das Team will die Siegesserie ausbauen und wertvolles Selbstvertrauen für die Endrunde sammeln.

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