Hummels und Kroos kritisieren DFB-Team nach WM-Pleite gegen Ecuador
Nach der Pleite gegen Ecuador üben die Ex-Weltmeister Mats Hummels und Toni Kroos scharfe Kritik am deutschen WM-Team.
Die Würfel sind vorerst gefallen: Joshua Kimmich wird bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 weiterhin als Rechtsverteidiger auflaufen. Bundestrainer Julian Nagelsmann schloss nach der 1:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador in New York eine Rückkehr seines Kapitäns ins zentrale Mittelfeld aus. Damit hält der DFB-Coach an seiner ursprünglichen Turnierplanung fest, obwohl die jüngsten Auftritte des Bayern-Stars auf der defensiven Außenbahn Raum für Kritik ließen.
In der Vorrunde der Endrunde offenbarte die deutsche Defensive ungewohnte Lücken. Besonders der Kapitän geriet dabei in den sportlichen Fokus. Schon beim Duell mit der Elfenbeinküste hatte der 31-Jährige große Probleme mit dem flinken Leipziger Yan Diomande. Auch in den Partien gegen Curacao und beim abschließenden Gruppenspiel gegen Ecuador wirkte der etatmäßige Leistungsträger fahrig und konnte nicht an die starken Leistungen aus der Heim-EM 2024 anknüpfen. Dennoch sieht der Trainerstab derzeit keinen akuten Handlungsbedarf, den Routinier zurück in die Schaltzentrale zu beordern.
Die Entscheidung gegen eine taktische Umstellung begründet der Bundestrainer vor allem mit dem Vertrauen in sein aktuelles Zentrum. Im Maschinenraum der deutschen Elf setzen die Verantwortlichen weiterhin auf die Kombination aus dem Dortmunder Felix Nmecha und dem Münchner Aleksandar Pavlovic.
Während Nmecha im bisherigen Turnierverlauf überzeugen konnte, lief Pavlovic seiner Form in den jüngsten zwei Spielen spürbar hinterher. Trotz der durchwachsenen Leistungen des Bayern-Talents zeigte sich der DFB-Coach loyal: Im Fußball könne man zwar nie etwas gänzlich ausschließen, ein Wechsel sei jedoch akut nicht geplant. Er wolle das eingespielte Duo nicht trennen und betonte, dass er auf Felix und Pavlo nicht verzichten wolle, da sie ihre Sache gut machen würden.
Der betroffene Nationalspieler selbst geht mit der Situation hochprofessionell um. Obwohl der Defensivspezialist im Vorfeld des Turniers im Zentrum wieder auf absolutes Weltklasse-Niveau zurückgekehrt war, stellt er persönliche Präferenzen hinten an. Angesprochen auf eine mögliche Versetzung gab sich der Leader betont mannschaftsdienlich.
Es sei einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Dort, wo der Coach das Gefühl habe, dass er am besten weiterhelfen könne, werde er spielen, erklärte Kimmich pragmatisch. Ob dieses Festhalten an der Taktik in der anstehenden K.o.-Phase den erhofften WM-Erfolg bringt, wird maßgeblich von einer Leistungssteigerung der gesamten Hintermannschaft abhängen.
Nach der Pleite gegen Ecuador üben die Ex-Weltmeister Mats Hummels und Toni Kroos scharfe Kritik am deutschen WM-Team.
Die deutsche Nationalmannschaft kämpft bei der WM mit physischen Defiziten und muss gegen Paraguay taktisch umdenken.
Nach dem 1:2 gegen Ecuador bleibt Julian Nagelsmann gelassen und vertraut voll auf den Durchbruch seines Offensiv-Duos.