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Der Weltverband FIFA reformiert das Regelwerk für die Endrunde 2026 massiv. Bei dem auf 48 Mannschaften vergrößerten Turnier in den USA, Kanada und Mexiko greift in der Gruppenphase künftig primär der direkte Vergleich bei Punktgleichheit, wodurch sich die taktische Ausgangslage für die teilnehmenden Nationen stark verändert.

Gigantisches Teilnehmerfeld bringt Sechzehntelfinale

Nachdem von 1998 bis zur Endrunde 2022 in Katar das bewährte Format mit 32 Teilnehmern galt, wächst das Weltturnier nun auf historische Dimensionen an – es umfasst das exakt doppelte Ausmaß der Europameisterschaft 2024. Die Vorrunde wird in zwölf Gruppen mit jeweils vier Teams ausgespielt. Neben den Gruppensiegern und Zweitplatzierten ziehen auch die acht besten Gruppendritten in die nächste Runde ein. Das führt zur Premiere eines Sechzehntelfinals in der K.o.-Phase, in dem 32 Auswahlen um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen.

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Neue Tie-Breaker-Regeln: Direkter Vergleich vor Tordifferenz

Besonders für die Tabellenrechnerei am letzten Gruppenspieltag birgt die Neuregelung der FIFA enorme Brisanz. Im Gegensatz zu vergangenen Weltmeisterschaften ist bei Punktgleichheit zweier oder mehrerer Teams nicht mehr automatisch die allgemeine Tordifferenz das Maß der Dinge. Ähnlich wie bei UEFA-Wettbewerben zählt ab sofort zuerst der direkte Vergleich.

Sind zwei Nationalmannschaften nach drei Spielen punktgleich, entscheidet das Ergebnis des direkten Duells. Bei drei punktgleichen Mannschaften wird eine separate Minitabelle gebildet. In dieser zählen nacheinander die Punkte aus den direkten Duellen, die Tordifferenz dieser Partien und schließlich die mehr erzielten Treffer untereinander. Bleiben danach zwei Kontrahenten exakt gleichauf, wird der Zweiervergleich für dieses Duo erneut isoliert angewendet.

Von der Tordifferenz bis zur Weltrangliste

Sollte nach Auswertung der direkten Vergleiche in der Gruppe immer noch keine Rangfolge feststehen, greift der Blick auf die Gesamttabelle. Erst jetzt retten die klassische Tordifferenz und die insgesamt erzielten Tore das Weiterkommen. Hilft auch das nicht, zieht der Weltverband die Fairplay-Wertung heran. Verwarnungen und Platzverweise, die übrigens auch für Teamoffizielle oder Einwechselspieler gewertet werden, fließen in ein Punktesystem ein – wer weniger Minuspunkte sammelt, setzt sich durch.

Der absolute Notnagel ist künftig die FIFA-Weltrangliste. Kann auf dem Rasen, bei den Toren und durch das Fairplay keine Entscheidung gefunden werden, zieht die Platzierung im globalen Ranking. Ein schnöder Losentscheid, der in der Turniergeschichte immer mal wieder als Schreckgespenst über den Gruppen schwebte, ist damit komplett ausgeschlossen.

Das Zittern der Gruppendritten

Eine eigene Dynamik entwickelt das Rennen um die acht begehrten Tickets für die besten Drittplatzierten. Da die betroffenen Nationen aus den zwölf Vorrundengruppen logischerweise nicht gegeneinander angetreten sind, entfällt hier der direkte Vergleich komplett. Um diese Rangfolge zu ermitteln, wird eine übergreifende Tabelle gebildet. Hier zählen ganz klassisch zuerst die erspielten Punkte, direkt gefolgt von der Tordifferenz und den geschossenen Toren.

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