WM 2026: FIFA verzockt sich bei Ticketpreisen für Vorrundenspiele
Trotz enormer Nachfrage kämpft die FIFA bei der WM 2026 mit leeren Rängen. Zu hohe Preise sorgen für Fan-Unmut.
Für das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in New Jersey kündigt sich ein historisches Spektakel an. Der Weltverband FIFA bringt gemeinsam mit der Organisation Global Citizen Pop-Ikonen wie Madonna, Shakira und die K-Pop-Sensation BTS auf die große Bühne. Doch die US-amerikanische Inszenierung nach Vorbild des Super Bowls bringt handfeste sportliche Probleme mit sich: Eine deutlich verlängerte Halbzeitpause widerspricht dem offiziellen Regelwerk und schürt bei Trainern die Angst vor Muskelverletzungen.
Die Nachricht für das gigantische Rahmenprogramm überbrachte Coldplay-Frontmann Chris Martin über die sozialen Netzwerke. Das Endspiel der WM 2026 wird demnach von einem beispiellosen Staraufgebot begleitet. FIFA-Präsident Gianni Infantino zeigte sich umgehend begeistert und betonte, dass diese Darbietung dem größten Sportereignis der Welt absolut gerecht werde. Die Produzenten wollen mit dem Event ein globales Fest der Vielfalt feiern. Ob die Künstler direkt auf dem Rasen performen oder, wie zuletzt bei der Klub-WM, auf einer speziellen Bühne im Tribünenbereich auftreten, ließen die Organisatoren zunächst offen.
Was aus Vermarktungssicht ein brillanter Schachzug ist, bereitet Puristen und Regelhütern starkes Kopfzerbrechen. Das offizielle Regelwerk des Fußballs schreibt unmissverständlich vor, dass den Spielern eine Halbzeitpause von maximal 15 Minuten zusteht. Um eine Halbzeitshow dieses Ausmaßes aufzubauen und durchzuführen, werden jedoch rund 25 Minuten veranschlagt. Diese äußerst großzügige Auslegung der Zeitvorgabe testeten der südamerikanische Verband CONMEBOL bei der Copa América 2024 sowie die FIFA selbst bei der Klub-WM bereits in der Praxis aus.
Für Sportwetten-Fans und Analysten ist dieser Aspekt hochinteressant, denn die verlängerte Kabinenzeit greift massiv in das sportliche Geschehen ein. Bereits 2021 lehnte das International Football Association Board (IFAB) einen formellen Vorstoß zur Verlängerung der Halbzeit strikt ab. Die sportmedizinische Begründung war eindeutig: Profis kühlen während einer 25-minütigen Unterbrechung zu stark aus, wodurch die Verletzungsanfälligkeit für den zweiten Durchgang spürbar ansteigt.
Aus der Praxis gibt es dazu bereits deutliche Erfahrungswerte. Der kolumbianische Nationaltrainer Néstor Lorenzo kritisierte die lange Pause beim jüngsten Finale der Copa América scharf und wies auf exakt diese gesundheitlichen Risiken für seine Akteure hin. Die Trainerstäbe der kommenden WM-Finalisten werden ihre bewährten Pausen-Routinen und Aufwärmprogramme für dieses besondere Endspiel grundlegend anpassen müssen, um Muskelverletzungen auf dem Weg zum Titel zu vermeiden.
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