Türkei kassiert Fehlstart – Australien gewinnt WM-Auftakt mit 2:0
Nach 24 Jahren WM-Pause kassiert die türkische Nationalmannschaft eine bittere 0:2-Auftaktpleite gegen Australien.
Bei der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft rücken völlig überraschend neue Namen ins Rampenlicht. Anstelle der etablierten Stars wie Manuel Neuer oder Alisson Becker dominieren aktuell Torhüter wie Vozinha (Kap Verde), Patrick Beach (Australien) und Mohammad Al-Owais (Saudi-Arabien) die Schlagzeilen. Die bisher weitgehend unbekannten Schlussmänner brachten Top-Nationen in der Gruppenphase mit herausragenden Paraden reihenweise zur Verzweiflung und sicherten ihren Teams unerwartete Punktgewinne.
Ein genauerer Blick auf die Statistiken offenbart das Ausmaß dieser torhüterischen Meisterleistungen. In den Duellen gegen Spanien, Uruguay und die Türkei sahen sich die Underdogs einem massiven Dauerbeschuss ausgesetzt. Die Ballbesitzwerte glichen einer Einbahnstraße: Der amtierende Europameister aus Spanien dominierte die Kapverden mit 74 Prozent, Uruguay verzeichnete gegen Saudi-Arabien 65 Prozent und auch die Türkei hielt gegen Australien knapp zwei Drittel der Spielanteile.
Für die Torhüter bedeutete dieser ständige gegnerische Druck kaum Entlastung, hielt sie jedoch durchgehend auf Betriebstemperatur. Insgesamt feuerten die Favoriten in diesen drei Partien beeindruckende 77 Torschüsse ab. Das unglaubliche Resultat: Lediglich ein einziger Ball fand den Weg ins Netz. Besonders bemerkenswert ist dabei die spielerische Souveränität, mit der die neu entdeckten Talente agierten.
Den wohl außergewöhnlichsten Aufstieg der Endrunde erlebt derzeit der 40-jährige Vozinha. Nach dem sensationellen 0:0-Unentschieden seines kleinen Inselstaates gegen die Spanier explodierten seine Follower-Zahlen auf Instagram in astronomische Höhen. Der Routinier glänzte nicht nur mit starken Reflexen, sondern auch mit einer eiskalten Gelassenheit. Immer wieder ließ er gegnerische Angreifer bei Rückpässen ins Leere laufen und behauptete das Leder souverän im eigenen Strafraum.
Einen ähnlichen Heldenstatus erarbeitete sich der erst 22 Jahre alte Australier Beach beim 2:0-Erfolg über die Türkei, ebenso wie Al-Owais beim 1:1 gegen die Südamerikaner. Dabei standen weder der junge Australier noch der saudische Keeper vor dem Turnier als klare Nummer eins fest. In Australien hatten Experten fest mit dem routinierten Mathew Ryan gerechnet, doch der junge Herausforderer rechtfertigte das Vertrauen des Nationaltrainers mit einer fehlerfreien Vorstellung und überragender Strafraumbeherrschung. Die Fußballwelt blickt nun gespannt auf die kommenden Spieltage, bei denen die neuen Hexer ihre sensationelle Form bestätigen wollen.
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