8

Granit Xhaka und die Schweizer Nationalmannschaft haben bei der Weltmeisterschaft die passende Antwort auf die aufkeimende Unruhe geliefert. Nach anhaltender medialer Kritik am Kapitän im Anschluss an das Auftaktspiel führte der 33-Jährige die Eidgenossen am zweiten Spieltag zu einem hart umkämpften 4:1-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina.

Gegenwind nach dem WM-Auftakt gegen Katar

Zuvor hatte ein spätes Gegentor beim enttäuschenden Remis gegen Katar für reichlich Zündstoff gesorgt. Der Mittelfeld-Stratege rüffelte seine Mitspieler nach dem leichtfertig verspielten Sieg in der Nachspielzeit öffentlich. Die heimische Presse witterte daraufhin eine toxische Atmosphäre und warf dem Wortführer vor, das Team durch seine Aussagen unnötig zu verunsichern. Doch wer den schillernden Charakter kennt, weiß: Je größer der Widerstand, desto wertvoller wird er für seine Mannschaft.

Passend zum Thema

Die sportliche Antwort gegen Bosnien-Herzegowina

Im richtungsweisenden Duell gegen Bosnien-Herzegowina ließ der Routinier eindrucksvoll Taten sprechen. Statt sich von der Negativität rund um das Team anstecken zu lassen, übernahm er auf dem Platz die volle Verantwortung und dirigierte das Spielgeschehen. Der krönende Abschluss seiner souveränen Leistung war ein sicher verwandelter Elfmeter in der Nachspielzeit, der den Endstand besiegelte. Es war die direkte Replik auf alle Zweifler und ein klares Signal der mannschaftlichen Geschlossenheit.

Rekordspieler und Dirigent der goldenen Generation

Dass der Rekordnationalspieler mit mittlerweile 148 Einsätzen auch mal den Finger in die Wunde legt, ist essenzieller Teil seiner Rolle. Seine Gewinner-Mentalität stellte er bereits auf Klubebene auf höchstem Niveau unter Beweis. Nach knapp 300 Pflichtspielen für den FC Arsenal avancierte er in der Saison 2023/24 zum unumstrittenen Anführer bei Bayer 04 Leverkusen und hatte entscheidenden Anteil am historischen Double. Inzwischen zieht der erfahrene Spielmacher beim Premier-League-Aufsteiger AFC Sunderland erfolgreich die Fäden. Mit dieser geballten Routine im Rücken hat das sportliche Aushängeschild der Schweiz ein klares Ziel vor Augen: Bei dieser Endrunde soll der langjährige Achtelfinalfluch endlich gebrochen werden.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?