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Die iranische Nationalmannschaft hat beim Start in die Weltmeisterschaft 2026 große Moral bewiesen. In einer politisch aufgeladenen Atmosphäre in Los Angeles erkämpfte sich das Team von Trainer Amir Ghalenoei nach zweimaligem Rückstand ein 2:2-Unentschieden gegen Neuseeland.

Elijah Just schockt den Iran doppelt

Nach dem Anpfiff durch den mexikanischen Schiedsrichter Cesar Ramos fand „Team Melli“ zunächst gut in die Partie, wurde jedoch früh kalt erwischt. Bereits in der siebten Minute leitete Premier-League-Routinier Chris Wood einen Angriff ein und bediente Elijah Just, der aus acht Metern kompromisslos zur Führung für die Neuseeländer abschloss. Im Anschluss verpasste der Ex-Münchner Sarpreet Singh die dicke Chance auf das 2:0 (12.). Der Iran brauchte etwas Zeit, um den Schock zu verdauen, schlug aber in der 32. Minute durch Ramin Rezaeian zurück, der den wichtigen Ausgleich besorgte.

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Auch nach dem Seitenwechsel zeigten sich die „All Whites“ unbeeindruckt. Erneut war es der treffsichere Just, der seine Farben in der 55. Minute in Front brachte. Doch die iranische Auswahl steckte nicht auf: Nur neun Minuten nach dem erneuten Rückstand traf Mohammad Mohebi zum verdienten 2:2-Endstand (64.).

Gemischte Gefühle bei den Trainern

„Ein Punkt ist für uns okay. Das Spiel gibt uns viel Positives, auf das wir aufbauen können“, resümierte Doppeltorschütze Just nach dem Schlusspfiff. Sein Trainer Darren Bazeley schwankte zwischen Stolz und Enttäuschung. Man sei nah dran gewesen, Geschichte zu schreiben. Da sich im Parallelspiel der Gruppe Belgien und Ägypten ebenfalls 1:1 trennten, haben laut Bazeley „alle vier Teams noch die Chance“ auf ein Weiterkommen.

Abseits des sportlichen Geschehens sorgte der iranische Cheftrainer Amir Ghalenoei für Aufsehen. Er kritisierte die logistischen Vorgaben der Turnier-Organisation scharf. Seine Mannschaft musste unmittelbar nach der Partie zurück ins mexikanische Tijuana reisen. „Es ist, als ob andere für uns planen. Kein Team wird derart unterdrückt wie unsere Mannschaft“, klagte Ghalenoei über die verwehrte Erholungszeit in den USA.

Brisante Kulisse und Fan-Proteste in Los Angeles

Dass dieses Spiel weit mehr als nur ein normales WM-Gruppenspiel war, zeigte sich bereits vor dem Anpfiff. Im kalifornischen Süden lebt die größte iranische Gemeinde außerhalb des Heimatlandes. Vor dem Stadion in Los Angeles kam es zu zahlreichen Protesten gegen das Regime in Teheran. Auf den Rängen zeigten viele Anhänger die alte iranische Nationalflagge aus der Zeit vor der Islamischen Revolution von 1979. Sie gilt als starkes Zeichen des Widerstands, auch wenn ein Gericht in den USA der FIFA im Vorfeld grundsätzlich erlaubt hatte, das Zeigen dieses Symbols im Stadion zu untersagen.

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