DFB-Nationalmannschaft erwartet Rekordprämie bei einem WM-Titel
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kassiert bei einem WM-Titel eine Rekordprämie. Der DFB setzt auf Leistung.
Jamal Musiala kämpft nach einer verletzungsgeplagten Saison beim FC Bayern München um seine Rolle in der deutschen Nationalmannschaft. Kurz vor der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada stellt sich die Frage, ob der Offensiv-Star rechtzeitig seine Topform erreicht oder Bundestrainer Julian Nagelsmann einen Plan B entwickeln muss.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hüllt seine Hoffnungen auf den Schlüsselspieler gerne in Zahlen. Für den datenaffinen Coach steht fest, dass der junge Spielmacher auch ohne den absoluten Vollbesitz seiner Kräfte unverzichtbar für das Turnier ist. Selbst bei 70 oder 80 Prozent Leistungsfähigkeit sei der Edeltechniker besser als viele andere auf der Welt, betonte der Nationaltrainer bei der Kaderbekanntgabe. Die entscheidende Kernfrage für das DFB-Team bleibt jedoch, ob der Rückkehrer nach seiner schweren Verletzung wieder exakt die tragende Säule sein kann, die er vor seiner Zwangspause war.
Beim jüngsten 2:1-Erfolg gegen die USA in Chicago zeigte sich, dass der Münchner auf dem Rasen noch nach seinem Rhythmus sucht. Besonders im ersten Durchgang haperte es am Timing und der sonst so blinden Abstimmung mit Kollegen wie Leroy Sané. Auffällig war jedoch die taktische Anpassung nach dem Seitenwechsel: Der eigentlich so extrem dribbelstarke Akteur suchte seltener das direkte Eins-gegen-Eins. Er passte seinen Stil an und setzte stattdessen verstärkt auf kluge Schnittstellenpässe, um das Offensivspiel anzukurbeln.
Diese veränderte Herangehensweise trug sofort Früchte. In einer flüssigen Kombination mit Florian Wirtz und Kai Havertz leitete der wendige Mittelfeldakteur den entscheidenden Siegtreffer ein. Dennoch bereiten seine individuellen Statistiken analytischen Beobachtern noch leichte Sorgen. Nur eines von vier Dribblings war im jüngsten Härtetest erfolgreich – ein ungewohnter Wert für einen Spieler, der sich auf engstem Raum normalerweise am wohlsten fühlt und nur schwer vom Ball zu trennen ist. Immerhin überzeugte er mit einer Passgenauigkeit von starken 88 Prozent.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler wirbt derweil für Gelassenheit und legt schützend den Mantel der Erfahrung über den Youngster. Völler verweist auf die lange Ausfallzeit und unterstreicht, dass der Nationalspieler auf einem sehr guten Weg sei, bald wieder ganz der Alte zu werden. Das Vertrauen in seine herausragenden Fähigkeiten ist im deutschen Lager offensichtlich ungebrochen.
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