Eloy Room glänzt mit 15 WM-Paraden für Curacao und hilft Deutschland
Curacao-Keeper Eloy Room schreibt mit 15 Paraden gegen Ecuador WM-Geschichte und sichert dem DFB-Team den Gruppensieg.
Die japanische Nationalmannschaft hat Tunesien im 1000. Spiel der WM-Geschichte mit einem souveränen 4:0 (2:0) abgefertigt. In Monterrey besiegelten die Asiaten damit das vorzeitige Vorrundenaus der Nordafrikaner. Der erhoffte Trainer-Effekt unter Feuerwehrmann Hervé Renard ist nach dieser desolaten Vorstellung endgültig verpufft.
Die Adler von Karthago begannen die Begegnung äußerst verunsichert. Bereits in der ersten Minute entgingen sie nur knapp einem Elfmeter, nachdem der beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt unter Vertrag stehende Ellyes Skhiri Ayase Ueda im eigenen Strafraum zu Fall gebracht hatte. Schiedsrichter Istvan Kovacs ließ die Szene weiterlaufen. Doch das Glück währte nur kurz: Bereits in der vierten Minute lenkte Ex-Frankfurter Daichi Kamada einen scharfen Querpass von der linken Seite elegant per Hacke ins Netz.
Die Asiaten hielten das Tempo hoch und blieben brandgefährlich. Nur herausragende Rettungstaten verhinderten einen höheren Rückstand in der Anfangsphase. Zunächst klärte Verteidiger Dylan Bronn in höchster Not (9.), unmittelbar danach kratzte Tunesiens Schlussmann Aymen Dahmen einen abgefälschten Schuss sehenswert von der Torlinie. Die Torlinientechnik zeigte, dass der Ball nur um Millimeter noch nicht vollen Umfangs im Gehäuse war.
Nach der krachenden 1:5-Auftaktpleite gegen Schweden hatte der tunesische Verband Sabri Lamouchi entlassen und Hervé Renard als Retter installiert. Der Franzose, der bei vergangenen Weltmeisterschaften bereits Marokko (2018) und Saudi-Arabien (2022) betreute, hatte im Vorfeld noch betont, er sei kein Zauberer. Diese realistische Einschätzung bestätigte sich auf dem Platz. Obwohl sich das Team, bei dem der etatmäßige Union-Berlin-Profi Rani Khedira die vollen 90 Minuten auf der Bank saß, nach der wilden Anfangsphase leicht stabilisierte, sorgte Ueda mit einem platzierten Distanzschuss in der 31. Minute für die verdiente 2:0-Pausenführung.
Im zweiten Durchgang der historischen WM-Jubiläumspartie kontrollierte Japan das Geschehen nach Belieben. Mit viel Ballbesitz ließen sie defensiv keine nennenswerten Chancen der Nordafrikaner zu. Ein echtes Aufbäumen der tunesischen Elf blieb aus. Junya Ito sorgte nach einem präzisen Steilpass (69.) für die Vorentscheidung, ehe erneut Ueda (84.) den Endstand markierte.
Während Japan nach dem 2:2-Auftakt gegen die Niederlande nun mit vier Punkten einen riesigen Schritt in Richtung Sechzehntelfinale gemacht hat, herrscht im tunesischen Lager bittere Gewissheit. Für die Nation bedeutet die Niederlage das siebte Vorrundenaus bei der insgesamt siebten WM-Teilnahme – eine traurige Serie setzt sich fort.
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