10

Kapitän Joshua Kimmich wird der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auch nach dem bitteren Sechzehntelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft erhalten bleiben. Nach der Niederlage im dramatischen Elfmeterschießen gegen Paraguay am Montag in Foxborough stellte der 31-Jährige unmissverständlich klar, dass er dem DFB-Team weiter zur Verfügung steht.

Kampfansage statt Rücktritt: Kimmich fordert Verantwortung

„Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist aufgeben“, erklärte der Rechtsfuß im Anschluss an die Partie beim Sender MagentaTV. Gegen die Südamerikaner hatte der Routinier über die volle Distanz auf dem Platz gestanden – zunächst auf seiner Stammposition als Rechtsverteidiger, später als Taktgeber im Mittelfeld. Seinen Strafstoß im Shootout verwandelte der Profi des FC Bayern München zwar souverän, den Traum vom ersten großen Titel im Nationaldress konnte aber auch er letztlich nicht retten.

Passend zum Thema

Der Leader der DFB-Auswahl zeigte sich nach dem frühen Turnier-Aus äußerst selbstkritisch. Er selbst kenne die Nationalelf aus seiner Kindheit als Dauergast in Halbfinals und Endspielen. Dass die aktuelle Spielergeneration den Fans in der Heimat genau diese Freude derzeit nicht bereiten kann, sei ein harter Fakt. „Die Nationalmannschaft ist es momentan leider nicht und dafür tragen wir alle Verantwortung“, konstatierte der Münchner deutlich. Niemand dürfe sich nun herausnehmen, denn die Spieler auf dem Platz hätten es schlichtweg verbockt.

Historischer Meilenstein für den Bayern-Star

Trotz des sportlichen Tiefschlags markierte das Duell mit Paraguay einen persönlichen Meilenstein für den Mittelfeldmotor. Mit seinem 114. Einsatz im deutschen Trikot zog Kimmich mit Toni Kroos gleich. Lediglich sechs Legenden der Verbandsgeschichte weisen noch mehr Länderspiele auf.

Die Bilanz bei Weltmeisterschaften bleibt für den ehrgeizigen Antreiber jedoch ein dunkles Kapitel. Auch bei seiner mittlerweile dritten WM-Teilnahme verpasste er mit Deutschland den Einzug ins Achtelfinale. Dennoch blickt der Kapitän kämpferisch nach vorn: Die Europameisterschaft 2028, die im Vereinigten Königreich und der Republik Irland ausgetragen wird, dürfte das nächste große Ziel für einen Neuaufbau sein.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?