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Jürgen Klinsmann blickt der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in seiner Wahlheimat USA mit Vorfreude, aber auch mit Sorge entgegen. Im Vorfeld des Turniers fordert der ehemalige Bundestrainer die teilnehmenden Profis dazu auf, sich ausschließlich auf das Spiel zu konzentrieren und politische Botschaften auf dem Rasen zu unterlassen.

Vorfreude auf das Mega-Turnier in Nordamerika

In knapp zwei Jahren richtet Nordamerika das größte Fußballfest der Welt aus. Für den 61-jährigen Klinsmann, der seit fast drei Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten lebt, ist das Event ein absolutes Highlight. Der Fußball habe in Übersee riesige Fortschritte gemacht und sich in dem multikulturellen Einwanderungsland längst fest etabliert. Gemeinsam mit den Co-Gastgebern Mexiko und Kanada erwarte die Fans ein spektakuläres Turnier, bei dem der Ex-Stürmer naturgemäß auch der deutschen Nationalmannschaft die Daumen drücken wird.

Klare Haltung: Sport und Politik trennen

In der ARD-Dokumentation Spielfeld der Macht. Die WM in Trumps Amerika bezog der Weltmeister von 1990 im Gespräch mit dem Journalisten Ingo Zamperoni nun deutlich Stellung zur Rolle der Athleten. Er befürchte, dass die politische Lage rund um die US-Regierung das sportliche Großereignis überschatten könnte. Seine Forderung ist unmissverständlich: Botschaften, die nichts mit dem Sport zu tun haben, seien während des Turniers absolut fehl am Platz. Spieler hätten in erster Linie einen Job zu erledigen – nämlich erfolgreich Fußball zu spielen. Laut einer Umfrage der Sportschau teilt die Mehrheit der deutschen Bevölkerung diese strikte Trennung von Sport und Politik, während vor allem jüngere Menschen politische Meinungsäußerungen von Sportlern befürworten.

Die Trump-Wahl 2016 kostete Klinsmann den Job

Dass sich gesellschaftliche Spannungen massiv auf das Geschehen auf dem grünen Rasen auswirken können, musste der ehemalige Coach der US-Boys am eigenen Leib erfahren. Nach der ersten Wahl von Donald Trump ins Oval Office und dessen polarisierenden Aussagen über eine Grenzmauer zu Mexiko stand ein brisantes Länderspiel zwischen den USA und den Mittelamerikanern an. Die aufgeladene Stimmung aus der Politik übertrug sich nahtlos auf das Spielfeld. Die Partie verkam zu einer regelrechten Schlacht, welche die US-Amerikaner in der letzten Minute verloren. Die sportliche Talfahrt in dieser von Aggression und Wut geprägten Phase kostete Klinsmann und sein Trainerteam letztlich nach fast sechs Jahren den Job. Ein emotionales Chaos, das er der kommenden Weltmeisterschaft unbedingt ersparen möchte.

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