Philipp Lahm warnt DFB-Elf vor kommenden Gegnern bei WM 2026
Philipp Lahm mahnt die deutsche Nationalmannschaft nach dem WM-Auftakt zur Vorsicht vor unangenehmen Gegnern.
Kai Havertz geht mit breiter Brust in die bevorstehenden Aufgaben der deutschen Nationalmannschaft. Im Vorfeld des Länderspiels gegen Curaçao untermauert der Angreifer vom FC Arsenal seinen klaren Führungsanspruch im DFB-Kader. Angesichts seiner internationalen Erfahrung und seiner Position als torgefährlichster Spieler im Aufgebot nimmt der 25-Jährige sich selbst in die Pflicht: Er müsse nun laut eigener Aussage selber vorneweg gehen.
Nach dem Rücktritt von Thomas Müller, der in seiner Karriere beeindruckende zehn Treffer bei Weltmeisterschaften bejubeln durfte, klafft im deutschen Sturmzentrum nominell eine Lücke. Eine verblüffende Statistik unterstreicht Havertz‘ neuen Status: Er ist der einzige von 23 Feldspielern im aktuellen Aufgebot, der jemals ein WM-Tor erzielt hat. Zwei Treffer gelangen ihm beim bitteren Vorrunden-Aus in Katar gegen Costa Rica. Hochkarätige Teamkollegen wie Leroy Sané, Leon Goretzka, Florian Wirtz oder Jamal Musiala warten allesamt noch auf ihr erstes Tor bei einer Endrunde.
Der Ex-Leverkusener bringt ein enormes Selbstverständnis aus England mit. 2021 entschied er das Finale der Königsklasse für den FC Chelsea, in der jüngsten Vergangenheit feierte er mit dem FC Arsenal die englische Meisterschaft und erreichte erneut das Endspiel der Champions League. Trotz einer von langen Verletzungspausen geplagten Saison in der Premier League bewies der Offensivmann mit vier Toren in sechs Einsätzen auf europäischem Parkett seine absolute Kaltschnäuzigkeit. Dass er in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals unterschätzt wird, nimmt der pfeilschnelle Stürmer gelassen und pragmatisch hin: Das sei er mittlerweile gewohnt.
Wenn die deutsche Auswahl am Sonntag in Houston auf den WM-Debütanten aus Curaçao trifft, ist die Erwartungshaltung der Fans eindeutig formuliert: Ein souveräner Sieg ist Pflicht. Havertz, der zuletzt im Testspiel gegen die USA nur zwei Minuten für seinen 22. Länderspieltreffer in seinem 58. Einsatz benötigte, wird voraussichtlich erneut als zentraler Mittelstürmer auflaufen. Als designierte erste Anlaufstation für die Vorlagengeber liegt es nun an ihm, den Worten Taten folgen zu lassen und die DFB-Offensive als echte Führungspersönlichkeit anzuleiten.
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