Spanien feiert WM-Titel: Millionen Fans bejubeln die Weltmeister in Madrid
Die spanische Nationalmannschaft hat ihren WM-Titel bei einer emotionalen Parade vor Millionen Fans in Madrid gefeiert.
WM-Gastgeber Kanada steht im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Mannschaft von Cheftrainer Jesse Marsch besiegte Südafrika im SoFi Stadium von Los Angeles hochverdient mit 1:0. Ein Last-Minute-Treffer von Stephen Eustaquio in der Nachspielzeit besiegelte den Einzug der Nordamerikaner in die Runde der letzten 16.
Obwohl die „Maple Leafs“ als Gruppenzweiter das Sechzehntelfinale erreichten und somit als erster WM-Gastgeber der Historie eine Auswärtspartie bestreiten mussten, gaben sie vor 69.237 Zuschauern von der ersten Minute an den Ton an. Das Marsch-Team dominierte das Geschehen durch extrem hohes Pressing und ein konsequentes Flügelspiel. Trotz deutlicher Überlegenheit und exzellenter Torchancen durch Jonathan David und Derek Cornelius fehlte im Strafraum zunächst die nötige Kaltschnäuzigkeit. Südafrika verteidigte tief und profitierte von einer starken Rettungstat von Aubrey Modiba, der kurz vor dem Pausenpfiff einen Ball von der Linie kratzte.
Die Erlösung für die drückend überlegenen Nordamerikaner fiel erst tief in der Crunchtime: In der 92. Minute markierte MLS-Profi Stephen Eustaquio vom Los Angeles FC den erlösenden Siegtreffer und brachte das Stadion zum Beben. Cheftrainer Marsch zeigte sich nach dem Schlusspfiff hochemotional und lobte den starken Charakter seiner Mannschaft, die nun den Status als nationale Helden genieße.
Neben dem sportlichen Erfolg gab es für die kanadischen Fans einen weiteren Grund zur Freude: Kapitän Alphonso Davies feierte sein lang ersehntes Turnierdebüt. Der pfeilschnelle Linksverteidiger des FC Bayern München war aufgrund langwieriger Verletzungsprobleme in der Gruppenphase noch zum Zuschauen verdammt. Marsch wechselte seinen Starspieler ein und attestierte ihm im Nachgang eine gute Präsenz auf dem Platz, auch wenn der Außenbahnspieler nach seiner Zwangspause logischerweise noch nicht wieder bei einhundert Prozent seines eigentlichen Leistungsvermögens angekommen sei.
Für die südafrikanische Auswahl endet das Turnier im Sechzehntelfinale. Die Mannschaft von Trainer Hugo Broos enttäuschte über weite Strecken durch eine auffallend destruktive Spielweise und bediente sich mangels kreativer Anspielstationen häufig der antiquierten Taktik langer Bälle. Echte Struktur im Spiel nach vorne war kaum erkennbar. Die einzige nennenswerte Offensivaktion der „Bafana Bafana“ resultierte aus einem ungefährlichen Aufsetzer von Teboho Mokoena in der Anfangsphase, den der kanadische Keeper Maxime Crepeau mühelos parierte. Somit scheidet Südafrika nach einer enttäuschenden Vorstellung völlig verdient aus dem Wettbewerb aus, während Kanada weiter vom großen Wurf beim Heimturnier träumen darf.
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