FIFA plant WM-Erweiterung auf 64 Teams – Erste Analysen beauftragt
Die FIFA prüft übereinstimmenden Berichten zufolge eine weitere Aufstockung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 64 Teams.
Die Nationalmannschaft der Kapverden setzt ihr sensationelles Debüt bei der Fußball-Weltmeisterschaft fort. Der afrikanische Inselstaat erkämpfte sich in einer mitreißenden Partie ein hochverdientes 2:2-Unentschieden gegen den zweimaligen Weltmeister Uruguay. Damit bewahrt sich der WM-Neuling nach dem vorherigen Punktgewinn gegen Spanien alle Chancen auf den Einzug in die K.-o.-Runde, während die Südamerikaner nun massiv um das Weiterkommen zittern müssen.
Die Begegnung begann mit einem echten Paukenschlag. In der 21. Minute bestrafte Kevin Pina einen gravierenden Fehler in der uruguayischen Hintermannschaft auf spektakuläre Weise. Nach einem Foul von Rodrigo Betancur an Telmo Arcanjo legte sich der Mittelfeldspieler den Ball gut 30 Meter zentral vor dem Tor zurecht.
Was folgte, glich einem taktischen Totalausfall: Uruguays Torhüter Fernando Muslera begnügte sich mit einer Zwei-Mann-Mauer. Doch beim Anlauf Pinas wichen Federico Vinas und Maxi Araújo zur Seite aus und öffneten das Zentrum völlig. Pina nahm die Einladung dankend an, traf das Leder perfekt mit dem Vollspann und donnerte den Ball unhaltbar in das rechte untere Eck zur Führung.
In der Folge verpassten es die spielfreudigen Kapverdier, aus zahlreichen Fehlpässen der verunsicherten Südamerikaner Kapital zu schlagen und auf 2:0 zu erhöhen. Diese Nachlässigkeit rächte sich noch vor dem Pausenpfiff. Innerhalb weniger Minuten kippten Maxi Araújo (44.) und Agustin Cannobio (45.+6) den Spielstand zugunsten des Favoriten.
Besonders die Entstehung des Ausgleichs bot Diskussionsstoff: Während der uruguayische Stürmer Vinas zunächst noch dem krampfgeplagten Arcanjo Erste Hilfe leistete, brach er diese unvermittelt ab, um sich an einem rasanten Konter seines Teams zu beteiligen, der schließlich zum Torerfolg führte.
Doch der krasse Außenseiter zeigte sich von dem späten Doppelschlag wenig beeindruckt. Nach gut einer Stunde nutzte Joker Hélio Varela einen weiteren groben Fehler in der Hintermannschaft des zweimaligen Weltmeisters und markierte den viel umjubelten 2:2-Ausgleich (61.). Bis zum Schlusspfiff verteidigte die Vulkaninsel-Elf diesen wertvollen Punkt mit großer Leidenschaft.
Für Kap Verde ist die Ausgangslage vor dem abschließenden Vorrundenspiel nun schlichtweg historisch. Gegen den Gruppenletzten Saudi-Arabien reicht am kommenden Samstag womöglich bereits ein einfacher Sieg, um gleich bei der allerersten WM-Teilnahme das Ticket für das Achtelfinale zu buchen.
Uruguay steht hingegen mit dem Rücken zur Wand. Mit mageren zwei Punkten aus den ersten beiden Partien muss die formschwache Auswahl gegen Titelfavorit Spanien zwingend eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um das drohende WM-Aus in der Gruppenphase noch abzuwenden.
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