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Leroy Sané sorgt unmittelbar vor der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko für eine faustdicke Überraschung im Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Trotz einer durchwachsenen Saison bei seinem Klub Galatasaray hat Bundestrainer Julian Nagelsmann den 30-Jährigen in den Kader berufen – und der Offensivstar zahlt das Vertrauen aktuell mit einer bemerkenswerten charakterlichen Wandlung zurück.

Überraschende Wandlung: Der Ex-Münchner als echter Teamplayer

Rein sportlich blickt der gebürtige Essener auf eine schwierige Spielzeit zurück. In seiner ersten Saison in der Türkei kam er in 43 Pflichtspielen auf sieben Tore und neun Vorlagen, blieb in der Champions League jedoch gänzlich ohne Treffer. Auch in den jüngsten WM-Härtetests gegen Finnland (4:0 und 1:0) saß er zunächst auf der Bank. Während Bayern-Youngster Lennart Karl auf dem Flügel wirbelte, blieb Sané nach seinen späten Einwechslungen ohne Scorerpunkt. Dennoch ist er aktuell das große Gesprächsthema im deutschen Lager.

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Der Grund dafür ist seine völlig veränderte Körpersprache. Der früher oft als lethargisch und in sich gekehrt wahrgenommene Tempodribbler präsentiert sich laut übereinstimmenden Medienberichten mit extrem positiver Ausstrahlung und enormem Einsatzwillen. Statt sich wie in der Vergangenheit abzukapseln, nimmt er sich nach den Spielen ausgiebig Zeit für die Fans und verteilt geduldig Autogramme. Diese neue, offene Art fällt auch seinen Mitspielern intern überaus positiv auf.

Nagelsmann setzt auf Sanés neue Rolle als Kommunikator und Joker

Besonders bemerkenswert ist die soziale Rolle, die der 30-Jährige im WM-Quartier eingenommen hat. Der Galatasaray-Profi fungiert mittlerweile als wichtiges Bindeglied zwischen den verschiedenen Gruppen innerhalb der Mannschaft. Um die Stimmung im Kader hochzuhalten, organisiert er regelmäßig UNO-Kartenspielrunden und bereichert die Freizeit der Nationalspieler spürbar. Mit seiner neuen Aufgabe als Edeljoker hat sich der Angreifer offenbar vollumfänglich arrangiert.

Diese Entwicklung freut ganz besonders den Bundestrainer. Julian Nagelsmann machte zuletzt keinen Hehl daraus, dass der Flügelspieler aufgrund seiner Ausstrahlung oft kritischer gesehen wird, als es seine Leistungen rechtfertigen. Gleichzeitig weiß der Coach genau, welche Waffe er mit ihm auf der Bank hat. Mit seiner herausragenden Technik und seinem enormen Speed auf engem Raum ist der Offensivstar prädestiniert dafür, im Kombinationsspiel gegen tief stehende oder müde Gegner in der Schlussphase den entscheidenden Unterschied zu machen.

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