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Leroy Sané steht nach durchwachsenen Auftritten bei der Weltmeisterschaft in der Kritik. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bemängelt die fehlende offensive Durchschlagskraft des 30-jährigen Flügelspielers. Dennoch dürfte Bundestrainer Julian Nagelsmann im abschließenden Gruppenspiel gegen Ecuador weiterhin auf den Profi setzen.

Matthäus fordert mehr offensive Gefahr

Die Debatte um eine mögliche Versetzung von Leroy Sané auf die Ersatzbank reißt nicht ab. Lothar Matthäus äußerte sich nun deutlich zu den bisherigen Leistungen des ehemaligen Bayern-Stars. Gegenüber RTL und ntv machte der Weltmeister von 1990 klar: Natürlich ist das nicht das, was wir von Sané erwarten, sondern wir erwarten Dribblings, Abschlüsse und Tore.

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Der Galatasaray-Profi lässt bei dem Turnier bislang jene Form vermissen, die ihn noch im Qualifikationsspiel gegen die Slowakei (6:0) ausgezeichnet hatte. Laut Matthäus sei Sané momentan schlichtweg nicht der Spieler, den die Fans aus solchen Glanzauftritten kennen. Ein dominantes Spiel sei nötig, damit die kritischen Stimmen von außen verstummen. Dennoch nahm der TV-Experte den 30-Jährigen auch in Schutz: Sané sei fleißig und habe beispielsweise im Duell gegen die Elfenbeinküste stark in der Rückwärtsbewegung ausgeholfen. Die teils harsche Kritik sei daher in Teilen überzogen.

Nicht nur Sané in der Bringschuld

Die fehlende Konstanz in der Offensive beschränkt sich im DFB-Team allerdings nicht nur auf den pfeilschnellen Linksfuß. Matthäus nahm auch andere Leistungsträger in die Pflicht. Um im Turnierverlauf ganz weit zu kommen, müsse eine deutliche Leistungssteigerung her. Dies gelte insbesondere für die hochtalentierten Offensivkräfte Jamal Musiala und Florian Wirtz, bei denen laut dem Rekordnationalspieler einfach mehr möglich sei.

Bewährungschance gegen Ecuador statt Rotation

Trotz der überschaubaren Auftritte und der feststehenden Qualifikation als Gruppensieger darf sich Sané offenbar auf einen weiteren Startelf-Einsatz freuen. Obwohl Superjoker Deniz Undav auf Einsatzminuten drängt, verzichtet Julian Nagelsmann im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador wohl auf eine große Rotation. Der Bundestrainer möchte seine etablierte Anfangsformation im Rhythmus halten – eine optimale Gelegenheit für Sané, das Vertrauen zurückzuzahlen und sich für die bevorstehende K.o.-Phase der WM in Form zu spielen.

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