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Marokko steht als erstes Team im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Nordafrikaner besiegten Co-Gastgeber Kanada in Houston nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 3:0 (0:0). Während das Team von Trainer Mohamed Ouahbi weiterhin vom Titel träumen darf, trübt die frühe Verletzung von Bayern-Neuzugang Ismael Saibari die marokkanische Freude.

Ounahi bricht den kanadischen Bann

Lange Zeit taten sich die favorisierten Marokkaner vor 68.777 Zuschauern in Texas schwer. Die kanadische Auswahl dominierte die Anfangsphase und ließ beste Chancen durch Jonathan David (5.) und Tani Oluwaseyi ungenutzt. Letzterer scheiterte in der zehnten Minute am glänzend parierenden Schlussmann Yassine Bounou. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der WM-Vierte von 2022 jedoch eiskalt: Azzedine Ounahi schnürte nach einer kollektiv schwachen ersten Halbzeit einen Doppelpack (50., 82.), bevor der eingewechselte Soufiane Rahimi in der Nachspielzeit (90.+8) den endgültigen Schlusspunkt setzte.

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Bayern-Star Saibari verletzt ausgewechselt

Ein herber Rückschlag für die siegreiche Elf bleibt die Personalie Ismael Saibari. Der Offensivspieler, der in diesem Turnier bereits dreimal getroffen hatte und kürzlich für geschätzte 55 Millionen Euro von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München wechselte, musste bereits nach 22 Minuten verletzungsbedingt vom Feld. Ob der 25-Jährige im anstehenden Viertelfinale gegen Frankreich oder Paraguay wieder mitwirken kann, ist derzeit völlig offen.

Stolzes Ende für Kanadas historisches Turnier

Für Kanada und Trainer Jesse Marsch endet das Heim-Turnier trotz des Achtelfinal-Aus als großer Erfolg. Noch nie zuvor waren die Nordamerikaner bei einer WM so weit gekommen, zudem sammelten sie ihre allerersten Punkte auf dieser Bühne. „Wir waren die bessere Mannschaft, aber sie haben ein bisschen mehr Qualität im letzten Drittel“, resümierte Marsch nach dem Abpfiff. Dass Bayern-Profi Alphonso Davies beim entscheidenden Duell nicht gänzlich fit war und in der Startelf fehlte, machte die Aufgabe gegen die abgezockten Marokkaner letztlich eine Nummer zu groß. Dennoch betonte Marsch: „Wir liegen jetzt am Boden, aber ich könnte nicht stolzer sein.“

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