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Jürgen Klopp steht nach seinen jüngsten Äußerungen zur deutschen Nationalmannschaft im Kreuzfeuer der Kritik. Die ehemaligen Nationalspieler Andreas Möller und Stefan Effenberg verurteilen die Kommentare des heutigen TV-Experten rund um das WM-Eröffnungsspiel gegen Curaçao als klaren Fehltritt und mangelnden Respekt gegenüber Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Respektlos und ein absolutes No-Go

Der Auftritt des künftigen Fußballchefs von Red Bull als TV-Experte schlägt hohe Wellen. Im Zentrum des Unmuts stehen Aussagen, die Klopp gemeinsam mit Thomas Müller tätigte. Im Sport1-Doppelpass fand Andreas Möller nun deutliche Worte für den langjährigen Premier-League-Trainer. „Ich finde, das geht nicht. So einen Satz finde ich respektlos“, kritisierte der Weltmeister von 1990. Er betonte zudem, dass Klopp in der Rolle des Bundestrainers über derartige Nebengeräusche zweifellos wenig amüsiert wäre.

Unterstützung erhielt Möller von Stefan Effenberg. Der Ex-Münchner monierte vor allem den Rahmen der Äußerungen. Ein solcher Spruch sei vielleicht bei einem Bier an der Bar angebracht, jedoch keinesfalls vor einem Millionen-Publikum. Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hatte dem Duo zuvor bereits fehlendes Feingefühl attestiert.

Der Auslöser: Witze über Nagelsmann und Musiala-Kritik

Was war passiert? Im Vorfeld der WM-Partie gegen den Außenseiter Curaçao hatte Klopp bei einer Diskussion über die Startelf in Richtung des Bundestrainers gescherzt: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch. Noch.“ Zusätzlich heizte der 57-Jährige die sportliche Debatte an, indem er sich für einen Startelfeinsatz von Deniz Undav anstelle von Jamal Musiala aussprach. Gerade die Infragestellung des pfeilschnellen Offensivjuwels, das normalerweise eine tragende Säule im deutschen Angriffsspiel bildet, sorgte bei vielen Beobachtern für Verwunderung.

Nagelsmann bleibt cool, Klopp relativiert

Während die Expertenlandschaft hitzig debattiert, bemüht sich der eigentliche Adressat um Deeskalation. Julian Nagelsmann reagierte souverän auf den TV-Wirbel. Er bezeichnete Klopp und Müller entspannt als coole Jungs mit viel Erfolg im Weltfußball, denen es freistehe, über alles zu reden. Sportlich stellte sich der Bundestrainer jedoch auf die Seite von Matthäus und machte deutlich, dass er die taktische Einschätzung der beiden MagentaTV-Experten nicht teilt.

Inzwischen hat auch Klopp selbst die Brisanz seiner Worte erkannt und den Rückwärtsgang eingelegt. Der Ex-Dortmunder betonte, er sei schlicht missverstanden worden. Es sei ihm lediglich darum gegangen, die Kadertiefe der DFB-Elf aufzuzeigen und die Wichtigkeit der Belastungssteuerung für junge Spieler wie Musiala hervorzuheben. Dieser solle sich laut Klopp in Ruhe entwickeln können. „Das war nullkommanull als Kritik gedacht“, stellte der TV-Experte abschließend klar.

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