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Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem furiosen 7:1-Kantersieg gegen Curacao in die Weltmeisterschaft 2026 gestartet. Für eine kurze Schrecksekunde sorgte jedoch die vorzeitige Auswechslung von Jamal Musiala im zweiten Durchgang. Bundestrainer Julian Nagelsmann gab nun rasch Entwarnung.

Keine Verletzung: Nagelsmann beruhigt Fans und Spieler

Nach 64 Minuten war Schluss für Jamal Musiala beim ersten Auftritt der deutschen Auswahl. Zuvor hatte sich der Offensivspieler des FC Bayern München mehrfach an den Oberschenkel gegriffen und die Muskulatur gedehnt. Erinnerungen an vergangene gesundheitliche Probleme wurden wach, doch Julian Nagelsmann nahm den Spekulationen sofort den Wind aus den Segeln. „Ich habe ihn nicht ausgewechselt wegen einer Verletzung“, stellte der Bundestrainer am ARD-Mikrofon klar und ergänzte, die Blessur sei „nix Schlimmes“.

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Tatsächlich war der pfeilschnelle Dribbler von seiner Herausnahme alles andere als begeistert. Laut Nagelsmann fragte der 21-Jährige bei seinem Gang zur Bank ungläubig: „Ich bin noch fit, warum muss ich runter?“ Der DFB-Coach ordnete die leichten Beschwerden routiniert ein und erklärte, dass es bei dem Youngster durchaus normal sei, dass er muskulär gelegentlich etwas spüre.

Die lange Leidenszeit nach dem Wadenbeinbruch

Die Sorge der Anhänger war nicht unbegründet. Schließlich liegt hinter dem deutschen Shootingstar eine kräftezehrende Phase. Ein Wadenbeinbruch im vergangenen Sommer zwang ihn zu einer monatelangen Pause. Erst im Januar feierte er sein Comeback für den deutschen Rekordmeister und befand sich danach lange auf Formsuche. Auch im Vorfeld der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko gab es mediale Debatten um seinen genauen Stellenwert im DFB-Kader.

Gegen den Underdog aus Curacao zeigte sich der Münchner jedoch wieder von seiner besten Seite. Er rechtfertigte seinen Startelfeinsatz mit enormer Spielfreude und belohnte sich selbst mit dem zwischenzeitlichen Treffer zum 4:1, bevor er den Rasen räumte.

Deniz Undav nutzt seine Chance im DFB-Trikot

Dass der Wechsel keinen sportlichen Bruch im Spiel der DFB-Elf bedeutete, lag an einem herausragenden Joker. Deniz Undav vom VfB Stuttgart kam für Musiala in die Partie. Der treffsicherste deutsche Angreifer der abgelaufenen Bundesliga-Saison sammelte in nur 30 Minuten beeindruckende drei Scorerpunkte und warf damit souverän seinen Hut für weitere Einsätze in den Ring.

Dieser Tausch war vom Trainerteam strategisch gewollt. „Weil wir auch andere Spieler im Kader belohnen wollen – wie Deniz in dem Fall jetzt“, erläuterte Nagelsmann die Maßnahme. Die nächste Gelegenheit, sich auf der großen Bühne zu beweisen, bietet sich der DFB-Auswahl am kommenden Samstag. Dann trifft die Mannschaft um 22:00 Uhr im zweiten WM-Spiel auf die Elfenbeinküste.

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