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Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm mahnt die deutsche Nationalmannschaft nach dem furiosen 7:1-Auftaktsieg gegen Curacao bei der WM 2026 zur Vorsicht. Im Vorfeld der nächsten Gruppenspiele forderte der 42-Jährige das DFB-Team auf, die kommenden Aufgaben keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen und warnte eindringlich vor der physischen Stärke der Konkurrenz.

Curacao war kein echter Gradmesser für das DFB-Team

Auch wenn der Start in das Turnier äußerst torreich und ansehnlich verlief, dürfe sich die deutsche Auswahl auf diesem Erfolg nicht ausruhen. In einem Interview bei DAZN betonte der Weltmeister von 2014, dass die nächsten beiden Partien deutlich anspruchsvoller werden. Der deutliche Sieg gegen Curacao sei schlichtweg nicht der Maßstab für das, was in den Duellen mit der Elfenbeinküste oder Ecuador auf das Team zukomme. Zwar ist sich der Ex-Münchner sicher, dass Deutschland die nächste Runde erreicht, doch der eigentliche Härtetest steht noch aus.

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Besonders interessiert blickt Lahm darauf, wie die Mannschaft in kritischen Phasen reagiert. Bislang habe man noch nicht sehen können, ob das Team auch dann beständig bleibt, wenn eine Partie eng verläuft und der Gegner qualitativ auf Augenhöhe agiert.

Taktische Warnung vor Konterstärke der Elfenbeinküste

Mit Blick auf das anstehende Duell gegen die Elfenbeinküste hat der erfahrene Ex-Profi eine klare taktische Warnung parat. Er beschreibt die Afrikaner als überaus athletischen und dynamischen Gegner, der brandgefährlich im Umschaltspiel ist. Lahm rät dringend davon ab, sich in der Defensive auf reine Eins-gegen-eins-Duelle zu verlassen. Stattdessen fordert er eine kluge Raumaufteilung bei eigenem Ballbesitz und eine strikte defensive Grundordnung, um nicht in offene Messer zu laufen.

Lahm schwärmt von Havertz und lobt die Kadertiefe

Trotz der mahnenden Worte fand Lahm auch viel Lob für das aktuelle Personal, allen voran für Kai Havertz. Der Arsenal-Legionär ist für ihn die absolute Wunschlösung im Sturmzentrum. Er sei ein spielerisch enorm starker Angreifer, der gerade in großen Spielen seine Abschlussstärke und Wichtigkeit bewiesen habe. Für Lahm ist Havertz die klare Nummer eins im Angriff.

Gleichzeitig lobte er die Flexibilität im Kader. Mit Spielern wie Deniz Undav oder Nick Woltemade habe Deutschland exzellente Alternativen in der Hinterhand, um auf verschiedene Spielsituationen reagieren zu können. Zudem merkte Lahm an, dass Jamal Musiala auf der Zehner-Position hervorragend aufgehoben sei, für seinen weiteren Rhythmus im Turnier aber schlichtweg noch mehr Spielminuten brauche.

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