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Nach dem enttäuschenden 1:1-Auftaktremis gegen die Demokratische Republik Kongo steht die portugiesische Nationalmannschaft bei der WM 2026 bereits unter Zugzwang. Vor dem richtungsweisenden zweiten Gruppenspiel gegen Usbekistan entbrennt in der Selecao eine hitzige Debatte: Ist der mittlerweile 41-jährige Superstar Cristiano Ronaldo noch der unumstrittene Heilsbringer oder blockiert er die hochkarätig besetzte Offensive?

Enttäuschender WM-Auftakt gegen den Kongo

Trainer Roberto Martinez kann bei dieser Endrunde auf eine goldene Generation zurückgreifen. Mit Ausnahmekönnern wie Bruno Fernandes, Joao Neves und Bernardo Silva bringt das Team enorme spielerische Qualität mit. Doch gegen den krassen Außenseiter aus Zentralafrika blieb die Mannschaft blass. Abgesehen vom frühen Führungstreffer durch Joao Neves versprühten die Iberer kaum Torgefahr, was Yoane Wissa kurz vor der Halbzeit mit dem verdienten Ausgleich bestrafte.

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Ein Blick auf die Statistiken offenbart das Offensiv-Dilemma, das auch für Sportwetter im Hinblick auf kommende Partien interessant sein dürfte: Während andere Turnierfavoriten trotz Punktverlusten reihenweise Chancen kreierten (Spanien und die Schweiz verzeichneten jeweils 26 Torschüsse), kam der Europameister von 2016 auf magere sieben Abschlüsse. Der Expected-Goals-Wert (xG) von lediglich 0,84 spricht Bände.

Im Zentrum der Kritik steht dabei der fünffache Weltfußballer. Mit nur 24 Ballkontakten in 90 Minuten hing der Routinier völlig in der Luft. Zwar verbuchte der langjährige Madrilene mit zwei Abschlüssen noch die gefährlichsten Aktionen seines Teams, sorgte aber für Unmut, als er dem besser postierten Bruno Fernandes den Ball quasi vom Fuß spitzelte.

Goncalo Ramos als Alternative für Trainer Martinez?

Angesichts dieser durchwachsenen Vorstellung rückt eine Systemumstellung gegen Usbekistan in den Fokus. Experten und Fans fragen sich, ob ein mobilerer Stürmer dem Spielfluss der Portugiesen besser guttun würde. Paris-Angreifer Goncalo Ramos, der gegen den Kongo nur für wenige Minuten eingewechselt wurde, stünde als physisch starke Alternative bereit.

Eine Jokerrolle für Cristiano Ronaldo könnte taktisch den Vorteil bringen, dass er seine nachlassenden Kräfte schonen und in der Schlussphase gegen müde Abwehrreihen gezielt zuschlagen kann. Ob Martinez diesen mutigen Schritt wagt, wird die Aufstellung im entscheidenden Match gegen die Usbeken zeigen.

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