WM 2026: Iran droht mit Spielabbruch – Portugal ehrt Diogo Jota
Vor dem Start der WM 2026 überschlagen sich die Ereignisse: Iran droht mit Spielabbruch, Portugal trauert um Diogo Jota
Cristiano Ronaldo bestreitet bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada seine sechste Weltmeisterschaft für Portugal. Der 41-jährige Stürmer zeigte beim jüngsten 2:1-Testspielsieg gegen Nigeria jedoch deutliche Schwächen im Abschluss und löste in der Heimat eine Debatte über seine sportliche Rolle aus.
Bei seinem 228. Länderspiel erlebte der Rekordtorschütze einen gebrauchten Abend. Obwohl die Mitspieler den Kapitän der Seleção immer wieder suchten, vergab der Routinier gleich drei hochkarätige Chancen leichtfertig. Ein verunglückter Kopfball, ein knapper Fehlschuss frei vor dem Tor und eine völlig missglückte Bogenlampe aus zehn Metern prägten das Bild. Nach rund 60 Minuten nahm Nationaltrainer Roberto Martinez seinen Superstar vom Feld. In den sozialen Medien erntete der Angreifer für seine Aussetzer prompt Hohn und Spott.
Trotz der aufkommenden Kritik hält der portugiesische Verband an seinem Aushängeschild fest. Martinez lobt den unbändigen Ehrgeiz seines Schützlings und stellt sich demonstrativ vor den Stürmer. Die beeindruckende Vita des Europameisters von 2016 und Nations-League-Siegers von 2025 spricht für sich: Mit 143 Toren aus über zwei Jahrzehnten im Nationaltrikot ist er eine lebende Legende. Dennoch bleibt fraglich, ob der Angreifer von Al-Nassr, der 2026 die saudische Meisterschaft gewann, das absolute Top-Niveau in Nordamerika noch mitgehen kann.
Der fünfmalige Weltfußballer lässt die Diskussionen um seine Person routiniert abprallen. Wie schon bei seinem viel diskutierten Wechsel nach Saudi-Arabien im Jahr 2023 betont der Offensivmann, dass ihn die öffentliche Meinung nicht kümmert. Für die Portugiesen geht es nun darum, ein System zu finden, das die unbestrittenen Stärken des Torjägers nutzt, ohne die Mannschaftsdynamik bei dem Großturnier zu gefährden.
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