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Der Traum vom Weltmeistertitel ist für Portugal geplatzt. Nach einer späten 0:1-Niederlage im Achtelfinale gegen Spanien verabschiedet sich die Seleção aus dem Turnier. Als direkte Konsequenz der Enttäuschung räumt Nationaltrainer Roberto Martínez seinen Posten, während aus der Heimat massive Kritik am Auftritt der Mannschaft laut wird.

Später Schock durch Merino besiegelt das Aus

Es war ein bitteres Ende für die portugiesische Nationalmannschaft. Im iberischen Duell gegen Spanien sah alles nach einer Verlängerung aus, bis Mikel Merino in der Nachspielzeit zuschlug und das entscheidende 1:0 für die Furia Roja erzielte. Für Portugal bedeutet dies das vorzeitige Ende bei einer Weltmeisterschaft, in die das Team von vielen Experten als einer der Top-Favoriten gestartet war.

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Trotz der hohen Erwartungen und einem Kader rund um Superstar Cristiano Ronaldo lief der Motor im Turnierverlauf nie wirklich rund. Nach Pflichtsiegen in der Gruppenphase gegen Usbekistan (5:0) und Kroatien (2:1) offenbarte die Offensive bereits bei den Unentschieden gegen die DR Kongo (1:1) und Kolumbien (0:0) eklatante Schwächen, die sich im Achtelfinale rächen sollten.

Roberto Martínez zieht die Konsequenzen

Unmittelbar nach dem Ausscheiden endete die Ära von Roberto Martínez. Der Spanier verlässt den portugiesischen Verband nach drei Jahren im Amt. Unter seiner Regie gewann die Auswahl im Jahr 2025 zwar die Nations League, scheiterte jedoch bei der Europameisterschaft 2024 bereits im Viertelfinale im Elfmeterschießen an Frankreich. Nun folgte der nächste schmerzhafte Rückschlag auf der größtmöglichen Bühne.

Hinter den Kulissen läuft die Suche nach einem Nachfolger bereits auf Hochtouren. Medienberichten zufolge wird der erfahrene Jorge Jesus als aussichtsreichster Kandidat für die Übernahme des Trainerpostens gehandelt.

Quaresma rechnet gnadenlos ab: Keine Taktik hat funktioniert

Wie tief der Frust in Portugal sitzt, zeigen die Reaktionen ehemaliger Leistungsträger. Der 42-jährige Ex-Nationalspieler Ricardo Quaresma fand nach dem Aus schonungslose Worte für die taktische Ausrichtung und den scheidenden Trainer. Gegenüber der Zeitung Record stellte der Europameister von 2016 klar, dass das Turnier von Anfang bis Ende schlecht gelaufen sei.

Quaresma warf der Mannschaft vor, den Spaniern das Spiel komplett überlassen zu haben, und kritisierte Martínez scharf: Seit der Trainer das Amt übernommen habe, habe er kein einziges großartiges Spiel der Nationalmannschaft mehr gesehen. Der Coach habe 50 Taktiken ausprobiert, von denen keine funktionierte. Auch mit dem Status der aktuellen Spielergeneration ging Quaresma hart ins Gericht und hinterfragte den Mythos der vermeintlich besten Mannschaft aller Zeiten, da am Ende die entscheidenden Titel fehlten.

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