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Roberto Martínez ist nicht länger Nationaltrainer von Portugal. Nach dem enttäuschenden Aus im Achtelfinale der Weltmeisterschaft hat der Spanier sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Sein Nachfolger steht bereits fest: Jorge Jesus soll die portugiesische Nationalmannschaft bis zur kommenden Weltmeisterschaft betreuen und neu ausrichten.

Das bittere Aus gegen Spanien

Für die portugiesische Auswahl und ihren nun ehemaligen Cheftrainer gab es bei diesem Turnier nur ein Ziel: den Gewinn des WM-Titels. Doch der Traum zerplatzte bereits in der Runde der letzten 16. Ausgerechnet gegen Martínez‘ Landsleute aus Spanien kassierte die Seleção eine knappe 0:1-Niederlage. Trotz einer makellosen Qualifikation, in der das Team alle zehn Spiele gewann, konnte die Mannschaft ihre Dominanz auf der ganz großen Bühne nicht in Ergebnisse ummünzen. Der vorzeitige K.-o. zog nun die unausweichlichen personellen Konsequenzen nach sich.

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Taktische Defizite und die Dauerdebatte um Ronaldo

Das Scheitern Portugals entfachte umgehend scharfe Kritik an der taktischen Ausrichtung unter Martínez. Im Zentrum der Diskussionen steht dabei ein passiver Spielstil, der angesichts des enormen Potenzials im Kader für Unverständnis sorgt. Mit Spielern wie João Neves, Vitinha und Bruno Fernandes verfügt die iberische Nation über eines der technisch versiertesten und kreativsten Mittelfeld-Trios der Welt. Dennoch fehlte auf dem Platz eine zündende, kollektive Spielidee.

Hinzu kommt die ewige Debatte um Cristiano Ronaldo. Beobachter bemängeln, dass das System weiterhin zu stark auf den alternden Superstar zugeschnitten war, was die restliche Mannschaft merklich hemmte. Ob ein Verzicht auf Ronaldo zugunsten eines hungrigen Stürmers wie Gonçalo Ramos die Lösung gewesen wäre, bleibt hypothetisch. Klar ist jedoch: Die Abhängigkeit von einer einzigen zentralen Figur stand der spielerischen Entfaltung des hochkarätig besetzten Kaders im Weg.

Parallelen zu Belgien und Ausblick unter Jesus

Für Roberto Martínez endete damit ein weiteres Kapitel bei einer absoluten Top-Nation ohne den großen Titel, was unweigerlich Erinnerungen an seine Zeit mit der goldenen Generation Belgiens weckt. Auch dort glänzte der Übungsleiter in den Qualifikationsrunden, verpasste bei Endrunden jedoch stets den ultimativen Wurf. Nun soll Jorge Jesus das Ruder herumreißen. Der erfahrene Taktiker hat den klaren Auftrag, das Team aus dem Schatten alter Strukturen zu lösen und das immense spielerische Potenzial bis zur nächsten Weltmeisterschaft in greifbare Erfolge zu verwandeln.

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