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Raúl Jiménez hat beim Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft 2026 im Aztekenstadion für den emotionalsten Moment des Tages gesorgt. Beim 2:0-Sieg der mexikanischen Nationalmannschaft gegen Südafrika markierte der Angreifer per Kopf den Endstand. Für den 33-Jährigen war es nicht nur das erste WM-Tor seiner Karriere, sondern der vorläufige Höhepunkt eines unglaublichen Comebacks nach einer lebensgefährlichen Verletzung.

Ein emotionaler Kopfball ins Glück

Die Szene, die das Stadion zum Kochen brachte, war sinnbildlich für den unbändigen Willen des Stürmers. Mit erhobenem Kopf und einem klaren Handzeichen forderte Jiménez den Ball im Strafraum. Roberto Alvarado auf dem rechten Flügel verstand das Signal blind und schlug eine perfekt getimte Flanke an den zweiten Pfosten. Dort entwischt der Routinier der südafrikanischen Hintermannschaft und nickte unhaltbar zum 2:0-Endstand ein. Der Treffer besiegelte einen rundum gelungenen WM-Auftakt für den Gastgeber, doch für den Torschützen bedeutete dieser Moment weit mehr als nur drei Punkte in der Gruppenphase. Mit Tränen in den Augen und gen Himmel gestreckten Armen feierte er seine persönliche Erlösung.

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Das markante Stirnband als ständiger Begleiter

Dass der Rekordspieler der aktuellen El Tri an diesem Abend überhaupt auf dem Platz stehen konnte, grenzt an ein medizinisches Wunder. Allen der mehr als 80.000 Zuschauern fiel das markante Stirnband auf, das ein größeres Schutzpolster über dem rechten Ohr des Angreifers fixiert. Im November 2020 prallte er im Trikot der Wolverhampton Wanderers in der englischen Premier League schwer mit Arsenals David Luiz zusammen. Das Leben des kopfballstarken Stürmers hing am seidenen Faden. Nach einem diagnostizierten Schädelbruch und schweren Gehirnverletzungen musste er notoperiert werden. Entgegen vieler Prognosen kämpfte er sich in der Reha zurück, feierte im August 2021 sein Comeback und schützt seine Narbe seither bei jedem Einsatz mit eben jenem Band.

Legendenstatus in greifbarer Nähe

Mit seinem Treffer gegen Südafrika untermauert Jiménez zudem seinen Status in der Historie des mexikanischen Fußballs. In seinem 129. Länderspiel erzielte er sein 45. Tor im Nationaltrikot. Damit rückt er auf der ewigen Torschützenliste Mexikos immer näher an die Legenden Jared Borgetti (46 Treffer) und Chicharito (52 Treffer) heran. Sein Torinstinkt hat unter dem schweren Unfall offensichtlich nicht gelitten.

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich der Matchwinner tief bewegt. Er sei unglaublich glücklich, diesen Traum leben und auf dem Rasen stehen zu dürfen, erklärte der Torschütze. Die Vorfreude habe ihn bereits den gesamten Tag über begleitet. Auch Vorlagengeber Alvarado schloss sich den emotionalen Worten an und würdigte die Leistung seines Mitspielers an diesem historischen Abend im Aztekenstadion.

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