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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nimmt rasant an Fahrt auf und schreibt bereits abseits des Rasens die ersten großen Geschichten. Während zehntausende schottische Anhänger die Metropole Boston vor ihrem Auftaktspiel gegen Haiti in ein regelrechtes Tollhaus verwandeln, mischt sich beim Gastgeber USA nach einem souveränen Auftaktsieg die Freude mit großen Verletzungssorgen um Spielmacher Christian Pulisic.

„No Scotland, no Party“: Die Tartan Army erobert Boston

Von wegen Baseball-Hochburg: Rund um den Fenway Park dominieren aktuell Schottenröcke und Dudelsack-Klänge. Schätzungsweise 30.000 Anhänger der schottischen Nationalmannschaft haben sich in Boston eingefunden, um ihre Mannschaft für das wegweisende Auftaktspiel gegen Haiti (Sonntag, 3:00 Uhr MESZ) zu unterstützen. Die Euphorie der sogenannten Tartan Army kennt dabei keine Grenzen. Aus unzähligen Fenstern weht das Andreaskreuz, während die Pubs der Stadt aus allen Nähten platzen. Die britische BBC taufte die amerikanische Großstadt bereits passend in ein „Mini-Schottland“ um. Für die ambitionierten Bravehearts ist dieses erste Gruppenspiel elementar, um den Traum vom langersehnten Einzug in die K.o.-Phase frühzeitig mit Leben zu füllen.

Wadenschmerzen nach Traumstart: Gastgeber bangt um Pulisic

Einen sportlich perfekten Auftakt legten derweil die USA hin. Das 4:1 gegen Paraguay glich über weite Strecken einer Machtdemonstration – doch ein Wermutstropfen trübt die amerikanische Partystimmung. Ausgerechnet Christian Pulisic, der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der US-Boys, musste zur Halbzeit in der Kabine bleiben. Der Ex-Dortmunder hatte im ersten Durchgang noch brilliert, klagte dann jedoch über starke Schmerzen in der Wade. Cheftrainer Mauricio Pochettino gab sich nach der Partie vorsichtig optimistisch: „Er hat einen Tritt abbekommen. Es war schwer für ihn zu laufen. Wir wollten kein Risiko eingehen und hoffen, dass es keine große Sache ist.“ Ob der pfeilschnelle Flügelstürmer bis zum kniffligen Duell gegen Australien am Freitagabend rechtzeitig fit wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Ein Ausfall wäre für die ambitionierten Gastgeber ein herber Rückschlag.

Schiri-Wechsel beim DFB-Gegner und ein neuer Sheriff in Dallas

Auch bei den anderen Verbänden sorgt das Turnier für Kuriositäten und kurzfristige Planänderungen. Der englische Top-Schiedsrichter Michael Oliver verpasst aufgrund einer nicht näher definierten Verletzung das brisante Duell der deutschen Gruppengegner Elfenbeinküste und Ecuador in Philadelphia (Montag, 1:00 Uhr MESZ). Die FIFA beorderte stattdessen das französische Gespann um Francois Letexier an die Pfeife. Oliver soll jedoch im weiteren Turnierverlauf wieder eingreifen können.

Weitaus entspannter geht es im Lager der Schweden zu. Nationaltrainer Graham Potter löste ein modisches Versprechen ein und leitete das öffentliche Training in Dallas standesgemäß mit einem beigen Cowboyhut. Der schwedische Verband feierte seinen Trainer in den sozialen Netzwerken prompt als den „neuen Sheriff in der Stadt“. Ob der Engländer seine Mannschaft mit dieser Gelassenheit auch im schweren Auftaktspiel gegen Tunesien am Montagmorgen zum Sieg dirigieren kann, bleibt abzuwarten.

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