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Die Kuriose Reise der „Drei Kronen“ zur Endrunde

Die schwedische Nationalmannschaft hat sich auf hochgradig unkonventionelle Weise für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert. Obwohl die Skandinavier in der regulären WM-Qualifikation kein einziges Spiel gewannen und mit lediglich zwei Punkten als Gruppenletzter krachend scheiterten, löste das Team von Trainer Graham Potter am Ende das begehrte Ticket. Ein Kuriosum im UEFA-Regelwerk rund um die Nations League machte das Wunder möglich.

Da sich die Top-Nationen der A- und B-Ligen bereits über die regulären Wege qualifiziert hatten, rückten die Schweden als Sieger der drittklassigen Nations-League-Gruppe C1 (vor der Slowakei, Estland und Aserbaidschan) in die Play-offs nach. „Wir fahren zur WM, Baby – wow! Wir waren nicht perfekt. Aber wen interessiert's?“, fasste ein euphorischer Graham Potter die surreale Ausgangslage zusammen, die so manche erfolgreicher spielende Nation in die Röhre schauen ließ.

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Viktor Gyökeres: Der fliegende Heilsbringer

Dass die Skandinavier diese unerwartete Zweite Chance eiskalt nutzten, liegt vor allem an einem Mann: Viktor Gyökeres. Der pfeilschnelle Stürmer, der im Jahr 2026 nach anfänglichen Hürden beim FC Arsenal seinen absoluten Durchbruch feiert, drückte den Play-offs seinen Stempel auf. Mit unglaublichen 21 Pflichtspieltoren im Rücken – neun davon allein in der Premier League seit dem Jahreswechsel – präsentierte sich der 28-Jährige in absoluter Topform.

Im Halbfinale gegen die Ukraine erledigte der englische Meister-Stürmer den Gegner beim 3:1 mit einem lupenreinen Dreierpack quasi im Alleingang. Im entscheidenden Finale vor heimischer Kulisse im stimmungsvollen Solna sorgte er zudem für den umjubelten 3:2-Siegtreffer gegen Polen. Sein ehemaliger Nationalmannschaftskollege John Guidetti brachte die Leichtigkeit des Angreifers auf den Punkt: „Ich glaube, er bewegt sich die ganze Zeit zehn Zentimeter über dem Boden. Viktor schwebt vorwärts.“ Diese Lockerheit zeigt der „Sunnyboy“ auch abseits des Rasens, wo er selbst bei internen Golf-Turnieren der Nationalmannschaft am freien Tag als Sieger vom Grün geht.

Bundesliga-Legionäre im WM-Kader

Neben dem alles überragenden Arsenal-Star können die Schweden beim kommenden Weltturnier auch auf geballte Erfahrung aus der deutschen Eliteliga setzen. Mit von der Partie bei der rauschenden Quali-Party in Solna waren mehrere Akteure, die hierzulande bestens bekannt sind. Folgende Bundesliga-Profis hoffen nun auf Einsätze auf der größten Fußballbühne der Welt:

  • Eric Smith (FC St. Pauli)
  • Daniel Svensson (Borussia Dortmund)
  • Mattias Svanberg (VfL Wolfsburg)
  • Alexander Bernhardsson (Holstein Kiel)

Für Schweden gilt nun: Die Diskussionen um den Modus sind vergessen. In Nordamerika fängt das Turnier bei null an – und mit einem treffsicheren Gyökeres in den Reihen ist der Potter-Elf beim Wüsten- und Nordamerika-Turnier einiges zuzutrauen.

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