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Die Schweizer Nationalmannschaft hat bei ihrem Auftaktspiel zur Weltmeisterschaft 2026 einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Trotz einer dominanten Vorstellung in der kalifornischen Mittagshitze von Santa Clara kam das Team von Trainer Murat Yakin gegen Katar nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Eine eklatante Abschlussschwäche und ein später Gegentreffer in der Nachspielzeit kosteten die ambitionierten Eidgenossen den fest eingeplanten Dreier zum Turnierstart.

Embolo trifft vom Punkt – Nati dominiert die Anfangsphase

Die Begegnung in der San Francisco Bay Arena begann verheißungsvoll für den Favoriten aus Europa. Vor allem Dan Ndoye sorgte in den ersten Minuten immer wieder für viel Wirbel in der Offensive. Die anfängliche Dominanz zahlte sich schnell aus: Nach einem ungestümen Einsteigen des katarischen Schlussmanns Mahmud Abunada gegen Remo Freuler zeigte Schiedsrichter Said Martínez folgerichtig auf den Punkt. Der Videoschiedsrichter bestätigte die Entscheidung.

Breel Embolo schnappte sich den Ball und verwandelte in der 17. Minute eiskalt zur verdienten Führung. Dem pfeilschnellen Stürmer war die Aufregung der vergangenen Tage, als er wegen Visum-Problemen erst verspätet zum Kader stoßen konnte, in keiner Weise anzumerken. Auf der Gegenseite erlebte BVB-Keeper Gregor Kobel einen weitgehend ruhigen Nachmittag, bewies aber kurz vor der Halbzeitpause gegen Edmilson Junior seine volle Konzentration.

Chancenwucher rächt sich in der Nachspielzeit

Auch nach dem Seitenwechsel diktierten die Schweizer das Geschehen und drängten den Gegner tief in die eigene Hälfte. Allerdings offenbarte die Offensive massive Schwächen in der Chancenverwertung. Immer wieder ließ das Team hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt, um den Sack vorzeitig zuzumachen. Dieser Chancenwucher sollte sich auf bittere Weise rächen.

Katar, das sich nach der Heim-Weltmeisterschaft 2022 zum ersten Mal sportlich für das Turnier qualifiziert hatte, lauerte auf seine eine Chance. In der vierten Minute der Nachspielzeit bestrafte Boualem Khoukhi die Nachlässigkeiten der Schweizer Hintermannschaft und traf zum viel umjubelten 1:1-Endstand. Für den Wüstenstaat markiert dieser Treffer den historischen ersten Punktgewinn bei einer Weltmeisterschaft.

Druck steigt vor dem Duell gegen Bosnien

Das enttäuschende Remis stellt die Schweiz früh im Turnier vor Herausforderungen. Kapitän Granit Xhaka hatte im Vorfeld selbstbewusst die beste WM aller Zeiten als Ziel ausgerufen und betont, die Mannschaft sei mental wie physisch bereit. Auf dem Platz blieb die Mannschaft diesen Beweis in den entscheidenden Momenten jedoch schuldig.

Um Kurs auf die anvisierte K.o.-Runde zu nehmen, ist nun eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich. Bereits am kommenden Donnerstag wartet im zweiten Spiel der Gruppe B Bosnien-Herzegowina auf die Nati. Dort muss vor allem die Effizienz vor dem gegnerischen Tor drastisch verbessert werden, um nicht schon frühzeitig um das Weiterkommen bangen zu müssen.

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