Sporting Lissabon blockiert Debast-Einsatz für Belgien gegen Spanien
Sporting Lissabon verweigert Zeno Debast nach einem Medizin-Streit die Freigabe für das WM-Viertelfinale gegen Spanien.
Die spanische Nationalmannschaft steht im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026. In einem hart umkämpften Viertelfinale im Los-Angeles-Stadion besiegte „La Roja“ die Auswahl Belgiens mit 2:1. Matchwinner war erneut der eingewechselte Mikel Merino, der in der 88. Minute von einem fatalen Patzer des belgischen Ersatztorhüters Senne Lammens profitierte.
Der Charakter der Begegnung zeichnete sich von der ersten Minute an ab. Die Südeuropäer ließen den Ball in gewohnter Manier zirkulieren, während sich die belgische Elf auf eine kompakte Defensive und schnelle Umschaltmomente konzentrierte. Nach einer halben Stunde durchbrach ein starkes Zusammenspiel zwischen dem erst 18-jährigen Lamine Yamal und Pedro Porro die Abwehrreihen der Roten Teufel. Torhüter Thibaut Courtois konnte einen Abschluss von Dani Olmo nur nach vorne abwehren, wo Fabián Ruiz goldrichtig stand und zur hochverdienten 1:0-Führung einschob (30.).
Die Belgier hatten bereits vor dem Anpfiff einen schweren Schlag hinnehmen müssen, als sich Schlüsselspieler Youri Tielemans beim Aufwärmen verletzte. Dennoch zeigte das Team Moral. Aus dem viel zitierten Nichts fiel kurz vor der Halbzeit der Ausgleich. Timothy Castagne fand mit einer maßgenauen Flanke Charles De Ketelaere. Der Stürmer setzte sich im Luftduell gegen den jungen Innenverteidiger Pau Cubarsi durch und köpfte zum 1:1 ein (41.). Dieser Treffer beendete eine beeindruckende Serie: Es war das erste Gegentor für die iberische Auswahl im laufenden Turnier und das erste nach satten 649 gegentorlosen WM-Minuten.
Mitte der zweiten Halbzeit schlug das Verletzungspech bei den Belgiern erneut zu. Stammkeeper Courtois musste das Feld verlassen, für ihn rückte Senne Lammens zwischen die Pfosten. Genau dieser Wechsel sollte die Partie entscheidend prägen. In der 88. Minute ließ der eingewechselte Schlussmann einen Distanzschuss unglücklich nach vorne klatschen. Mikel Merino, der bereits im Achtelfinale gegen Portugal als Joker gestochen hatte, reagierte am schnellsten und netzte zum 2:1-Endstand ein.
Der 30-jährige Matchwinner gab sich nach dem Schlusspfiff routiniert und betonte, dass er sich langsam an diese späten Treffer nach Einwechslungen gewöhne. Nun richtet sich der Blick der Spanier auf das bevorstehende Halbfinale. Dort wartet mit Frankreich, das sich zuvor souverän gegen Marokko durchsetzte, ein echtes Schwergewicht auf dem Weg zum möglichen WM-Titel.
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