Spanien dominiert Österreich: Rangnick kürt WM-Favorit vor Portugal-Duell
Nach einer Machtdemonstration gegen Österreich geht Spanien als Ralf Rangnicks absoluter Topfavorit ins Portugal-Duell.
Die spanische Nationalmannschaft hat die Titelhoffnungen des ÖFB-Teams bei der Weltmeisterschaft 2026 jäh beendet. Am Donnerstag besiegte der amtierende Europameister im kalifornischen Los Angeles eine über weite Strecken chancenlose österreichische Auswahl im Sechzehntelfinale souverän mit 3:0. Dank eines Doppelpacks von Mikel Oyarzabal und einer makellosen Defensivleistung ziehen die Iberer hochverdient in das Achtelfinale ein.
Vor über 70.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion ließ die „Furia Roja“ vom Anpfiff weg keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen. Bereits nach 60 Sekunden musste Österreichs Torhüter Alexander Schlager sein ganzes Können aufbieten, um einen Flachschuss des pfeilschnellen Lamine Yamal zu entschärfen. Die mangelnde Ballsicherheit der Rot-Weißen im Spielaufbau wurde bestraft, als Angreifer Mikel Oyarzabal in der 36. Minute die drückende Überlegenheit in das verdiente 1:0 ummünzte. Es war bereits der dritte Turniertreffer für den spanischen Stürmer.
Österreichs Cheftrainer Ralf Rangnick hatte seine Startelf im Vergleich zum wilden 3:3 gegen Algerien auf drei Positionen verändert. Michael Gregoritsch rotierte für Marko Arnautovic ins Sturmzentrum, während Youngster Paul Wanner die Zehner-Position übernahm. Aufgrund der muskulären Probleme von Philipp Mwene musste Allrounder Konrad Laimer auf die linke Abwehrseite ausweichen. Trotz der frischen Kräfte fand die Alpenrepublik kaum ein probates Mittel gegen das dominante Ballbesitzspiel der Spanier. „Bis zum 1:0 waren wir absolut im Spiel und hätten die eine oder andere Situation noch ein bisschen mutiger ausspielen können“, bilanzierte ein sichtlich enttäuschter Rangnick, musste aber eingestehen: „Insgesamt muss man aber anerkennen, dass wir heute auf einen herausragend guten Gegner getroffen sind.“
Auch nach dem Seitenwechsel hielt der Weltmeister von 2010 den Druck hoch. Spaniens Trainer Luis de la Fuente hatte im Vorfeld unter anderem Ex-Leipziger Dani Olmo in die Startformation befördert und das Spielsystem optimal auf den Gegner eingestellt. In der 66. Minute sorgte Rechtsverteidiger Pedro Porro per Kopfstoß für das vorentscheidende 2:0. Den Schlusspunkt unter eine einseitige Partie setzte erneut Oyarzabal, der kurz vor dem Abpfiff (89.) seinen Doppelpack schnürte. Besonders beeindruckend: Spaniens Schlussmann Unai Simon hielt seinen Kasten auch im vierten WM-Spiel in Folge sauber. Dementsprechend euphorisch zeigte sich De la Fuente nach dem Schlusspfiff: „Wir haben heute ein wunderbares, fast perfektes Spiel geliefert. Darüber bin ich sehr glücklich.“
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