WM-Finale: Luis de la Fuente formt Spanien zur ultimativen Titel-Maschine
Vor dem WM-Finale gegen Argentinien zeigt sich Spanien-Coach Luis de la Fuente tiefenentspannt und fokussiert.
Nach der Euphorie der Gruppenphase ist die Stimmung beim WM-Gastgeber USA endgültig gekippt. Das bittere Aus im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) hat ein prominentes Nachspiel: Im Zentrum der massiven Kritik steht US-Kapitän Christian Pulisic, dessen Leistungen und Aussagen von mehreren Fußball-Legenden des Landes regelrecht zerrissen werden.
Eigentlich sollte Christian Pulisic die amerikanische Nationalmannschaft beim Heimturnier als Führungsspieler weit bringen. Doch der erhoffte große Wurf blieb aus. Stattdessen prasselt nun heftige Kritik auf den Offensivmann der AC Mailand ein. Besonders Landon Donovan, Rekordtorschütze der USA und ehemaliger Profi des FC Bayern München, fand deutliche Worte für den 27-Jährigen.
In seinem Podcast Unfiltered Soccer bezeichnete Donovan die Auftritte des Ex-Dortmunders als durchweg enttäuschend und gewährte tiefe Einblicke in die angebliche Stimmungslage rund um das Team. Er stehe in Kontakt mit dem US-Fußballverband, Sponsoren, Trainern und Mitspielern. Das vernichtende Fazit des Ex-Münchners: Die Leute haben die Nase voll davon, wie die Dinge um ihn herum gehandhabt werden. Man hat einfach das Gefühl, dass man ihm nicht nahekommen kann.
Neben den schwachen sportlichen Leistungen sorgte der flinke Flügelspieler auch abseits des Platzes für großen Unmut bei den amerikanischen Fans und Experten. Nach der deutlichen Pleite gegen die Belgier erklärte Pulisic in einem Interview mit dem TV-Sender Fox, er habe nun Zeit zum Ausruhen. Eine Aussage, die bei verdienten Ex-Nationalspielerinnen das Fass zum Überlaufen brachte.
Die frühere Weltmeisterin Carli Lloyd konterte die Aussagen des Milan-Profis scharf: Man ruht sich aus, wenn die aktive Spielerkarriere vorbei ist. Punkt. Lloyd hatte den Offensivstar bereits zuvor ins Visier genommen und bemängelt, dass sie während der gesamten Weltmeisterschaft nicht genug von ihm gesehen habe. Auch ihre ehemalige Teamkollegin Sydney Leroux schloss sich der harten Kritik an und kommentierte bissig, der Kapitän habe sich ohnehin schon die gesamte Weltmeisterschaft geschont.
Die nackten Zahlen stützen den Unmut der US-Legenden. Pulisic ging bereits angeschlagen in das Turnier und absolvierte in der gesamten Gruppenphase lediglich 77 Minuten. Auch im entscheidenden Achtelfinale gegen Belgien musste er nach 59 Minuten vorzeitig vom Feld. Am Ende steht für den eigentlichen Hoffnungsträger der USA nur eine einzige Torbeteiligung auf dem Zettel – eine Vorlage beim 4:1-Sieg gegen Paraguay in der Vorrunde.
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