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Die belgische Nationalmannschaft hat zum Auftakt der Weltmeisterschaft 2026 einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen müssen. Im ersten Gruppenspiel gegen Ägypten kam das Team von Trainer Rudi Garcia nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Während die Nordafrikaner weite Strecken der Partie dominierten, rettete ein von Romelu Lukaku erzwungenes Eigentor den favorisierten Belgiern im Hitzespiel zumindest einen Zähler.

Ashour schockt fahrige Belgier

Völlig überraschend übernahmen die Ägypter in der Anfangsphase die Kontrolle über das Topspiel der Gruppe G. Mit phasenweise bis zu 60 Prozent Ballbesitz bestimmten die Pharaonen das Tempo. Zwar verzeichnete der nominelle Geheimfavorit aus Europa durch einen strammen Distanzschuss von Kevin De Bruyne die erste Torannäherung, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite. An seinem 34. Geburtstag agierte Superstar Mo Salah nicht nur als hart arbeitender Defensivakteur, sondern auch als präziser Vorbereiter. Der Ex-Liverpooler bediente Emam Ashour, der eine Unachtsamkeit von Thomas Meunier gnadenlos ausnutzte. Der Mittelfeldspieler von Al-Ahly Kairo jagte das Leder aus 20 Metern mit über 100 km/h unhaltbar zur verdienten 1:0-Führung ins Netz (20.).

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Courtois bewahrt sein Team vor Schlimmerem

Auch nach der hitzebedingten Trinkpause bei 30 Grad im Schatten fanden die fahrigen Europäer keinen Zugriff auf die Begegnung. Kapitän Youri Tielemans per Flugkopfball und Jeremy Doku vergaben im ersten Durchgang die wenigen belgischen Gelegenheiten leichtfertig. Vielmehr verhinderte Schlussmann Thibaut Courtois einen noch höheren Rückstand. Der erfahrene Torhüter fischte einen gefährlichen Flachschuss von Mostafa Ziko gerade noch um den Pfosten und hielt seine Mannschaft so im Turnier.

Joker Lukaku erzwingt den Ausgleich

Erst im zweiten Durchgang entwickelte die belgische Offensive etwas mehr Durchschlagskraft. Die Einwechslung von Romelu Lukaku erwies sich dabei als dringend benötigter Weckruf. Der wuchtige Angreifer warf sich in der 66. Minute kompromisslos in einen Zweikampf im gegnerischen Strafraum und zwang den ägyptischen Verteidiger Mohamed Hany zu einem Eigentor. Trotz des glücklichen Ausgleichs offenbarte das Remis gravierende spielerische Mängel bei den Roten Teufeln. Die schwache Leistung dürfte die ohnehin fraglichen Titelhoffnungen für den weiteren Turnierverlauf merklich dämpfen, auch wenn Nationalcoach Garcia den Punktgewinn gegen eine starke ägyptische Elf als wichtigen Schritt bewertete.

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