Deniz Undav überholt Messi und Mbappé im neuen FIFA-Ranking der WM
Deniz Undav führt das neue FIFA-Ranking als bester WM-Stürmer an und lässt dabei selbst Lionel Messi hinter sich.
Die japanische Nationalmannschaft hat bei der WM 2026 eindrucksvoll das Sechzehntelfinale erreicht und trifft dort am kommenden Montag (19:00 Uhr) auf Brasilien. Nach einer ungeschlagenen Gruppenphase in der anspruchsvollen Gruppe F gehen die „Samurai Blue“ mit viel Rückenwind und einer spürbar veränderten Mentalität in das anstehende K.o.-Duell.
Der Weg in die erste K.o.-Runde war ein echtes Statement des asiatischen Spitzenreiters. Mit einem 2:2-Unentschieden gegen die Niederlande, einem fulminanten 4:0-Erfolg über Tunesien und einem hart umkämpften 1:1 gegen Schweden sicherte sich das Team von Nationaltrainer Hajime Moriyasu souverän das Weiterkommen. Der 57-jährige Coach zeigte sich im Anschluss begeistert und bescheinigte seiner Mannschaft „hervorragende Leistungen gegen sehr starke Gegner“. Besonders der Auftritt gegen die favorisierten Niederländer sei laut Moriyasu geradezu „fantastisch“ gewesen.
Lange Zeit galten japanische Teams als taktisch diszipliniert, technisch versiert, aber in den entscheidenden Zweikämpfen oft zu brav. Diese Zeiten sind bei diesem Turnier Geschichte. Die aktuelle Generation hat gelernt, dem Gegner physisch wehzutun und sich auch in engen Partien durchzusetzen. Dass auch das Selbstvertrauen abseits des Rasens gewachsen ist, bewies Moriyasu mit einem Augenzwinkern auf der Pressekonferenz. Auf die Frage, wer die beste Mannschaft des Turniers sei, nannte er Argentinien – nur um schnell lachend hinterherzuschieben: „Ich entschuldige mich bei Brasilien, dass ich das gesagt habe.“ Ein lockerer Umgang vor dem großen Duell gegen die Seleção, der zeigt: Angst vor großen Namen gibt es nicht mehr.
Ein Hauptgrund für die neue asiatische Stärke, die sich auch in Platz 17 der FIFA-Weltrangliste widerspiegelt, ist die internationale Erfahrung des Kaders. Lediglich drei der 26 nominierten WM-Fahrer spielen aktuell noch in der heimischen J-League – darunter Altmeister Yuto Nagatomo sowie die beiden Ersatzkeeper. Der Rest verdient sein Geld längst in den europäischen Top-Ligen.
Besonders der deutsche Einfluss ist dabei unverkennbar. Sieben aktuelle Akteure stehen in Deutschland unter Vertrag, drei weitere (Ko Itakura, Daichi Kamada und Ao Tanaka) absolvierten in der jüngeren Vergangenheit Spiele in der Bundesliga. Sie alle treten in die Fußstapfen von Legenden wie Makoto Hasebe. Der einstige Defensiv-Allrounder, der seine Karriere erst kürzlich mit 40 Jahren bei Eintracht Frankfurt beendete, avancierte mit 384 Einsätzen zum Rekord-Japaner der Bundesliga. Aus den einstigen „Fleißbienen“ sind längst internationale Top-Athleten gereift, die am Montag auch Brasilien vor eine große taktische und physische Herausforderung stellen wollen.
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