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Unmittelbar vor dem Auftakt der Weltmeisterschaft 2026 überschatten politische und organisatorische Probleme das sportliche Geschehen. Während die Fans des deutschen Gruppengegners Elfenbeinküste aufgrund strenger US-Visa-Bestimmungen nicht in die Vereinigten Staaten reisen dürfen, kommt es in Mexiko-Stadt vor dem Eröffnungsspiel zu massiven Protesten rund um das Aztekenstadion.

Einreise-Chaos: US-Behörden verweigern afrikanischen Fans die Visa

Die Vorfreude auf das globale Fußballfest erhält für die Elfenbeinküste einen massiven Dämpfer. Die Anhänger des afrikanischen Nationalteams, das in der Vorrunde unter anderem auf die deutsche Nationalmannschaft trifft, müssen die Reise in die USA absagen. Laut Julien Kouadio Adonis, dem Präsidenten der ivorischen Fanvereinigung, erteilte die US-Regierung den Fans keine Einreiseerlaubnis. Ursprünglich sollten rund 500 Unterstützer die Elefanten vor Ort anfeuern. Nun darf lediglich eine Handvoll Funktionäre einreisen, um die bereits in Nordamerika lebenden Anhänger zu betreuen. Für das Team bedeutet dies einen herben Verlust an emotionaler Unterstützung von den Rängen.

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Proteste vor dem Aztekenstadion: Angespannte Lage in Mexiko

Auch am zweiten zentralen Schauplatz des Turniers rumort es gewaltig. Rund um das legendäre Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, wo das Eröffnungsspiel zwischen den Gastgebern und Südafrika ausgetragen wird, haben sich Hunderte Demonstranten versammelt. Angehörige von verschwundenen Kindern nutzen die globale Bühne des Turniers, um auf eklatante Missstände und die Gewalt durch kriminelle Banden im Land aufmerksam zu machen. Die örtliche Polizei sah sich gezwungen, eine Sicherheitszone von 1,6 Kilometern um die Arena zu errichten, um Zusammenstöße im Vorfeld der Partie zu verhindern.

Infantino fordert Freilassung, Streich kritisiert Ticketpreise

Abseits des Platzes sorgt auch FIFA-Präsident Gianni Infantino für Schlagzeilen. Bei einer Pressekonferenz hielt der Schweizer demonstrativ einen Stuhl für den in Algerien inhaftierten Sportjournalisten Christophe Gleizes frei und appellierte in einem öffentlichen Statement an den algerischen Präsidenten, diesen rasch zu begnadigen. Scharfe Worte in Richtung des Weltverbandes gab es derweil aus Deutschland: Der ehemalige Freiburger Erfolgstrainer Christian Streich äußerte sich sprachlos über die gemeinsamen Auftritte von Infantino mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Zudem bezeichnete der Ex-Coach die horrenden Ticketpreise der Mega-WM als schlichtweg pervers, auch wenn er grundsätzlich ein Befürworter des Turniers bleibt.

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