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Der somalische Schiedsrichter Omar Artan darf trotz eines gültigen Visums nicht in die USA einreisen. Dem Unparteiischen, der als erster Somalier überhaupt Spiele bei einer Fußball-Weltmeisterschaft leiten sollte, wurde am Miami International Airport der Zutritt zum Co-Gastgeberland verwehrt. Die genauen Gründe für die Zurückweisung sind offiziell noch unklar, überschatten jedoch die finale Vorbereitungsphase auf das Turnier.

Politische Hürden stoppen den WM-Debütanten

Wie Ciise Aden Abshir, leitender Berater des somalischen Ministeriums für Jugend und Sport, bestätigte, scheiterte die Einreise nicht an fehlenden Dokumenten. Das Problem dürfte tiefer liegen: Somalia gehört zu jenen Nationen, die auf einer von der ehemaligen US-Regierung unter Donald Trump eingeführten Einreiseverbotsliste stehen. Für den pfeifenden Debütanten platzt damit vorerst der Traum von der großen internationalen Bühne.

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Ödegaard rettet norwegische Generalprobe

Während abseits des Rasens politische Diskussionen aufkommen, läuft der sportliche Countdown. In einem Testspiel in New Jersey bewahrte Kapitän Martin Ödegaard die norwegische Nationalmannschaft vor einer Niederlage. Gegen Marokko sicherte der Arsenal-Profi seinem Team ein 1:1-Unentschieden (75. Minute). Zuvor hatte Brahim Diaz vom Champions-League-Sieger Real Madrid die Nordafrikaner früh in Führung gebracht (8.).

Beide Teams nutzten die Partie, um ihre Form für die anstehenden Gruppenphasen zu testen. Norwegen trifft in der starken Gruppe I auf Frankreich, Senegal und den Irak, während sich Marokko in Staffel C mit Brasilien, Schottland und Haiti messen wird.

Unwettergefahr beim WM-Auftakt in Mexiko

Nicht nur Einreiseprobleme sorgen für Unruhe, auch das Wetter droht den Start der Endrunde maßgeblich zu beeinflussen. Vor dem Eröffnungsspiel zwischen Mitgastgeber Mexiko und Südafrika (Donnerstag, 21 Uhr) herrscht in Mexiko-Stadt Alarmstufe Orange. Wolkenbruchartige Regenfälle und Gewitter setzten die Metropole zuletzt unter Wasser und beeinträchtigten den Nahverkehr enorm. Zudem braut sich vor der mexikanischen Pazifikküste ein Wirbelsturm zusammen, der die Rahmenbedingungen für Spieler und Fans zum Härtetest machen könnte.

Stilles Gedenken der iranischen Nationalmannschaft

Ein emotionales Zeichen setzte derweil die Auswahl des Iran bei ihrer Ankunft im WM-Quartier in Mexiko. Die Spieler und Funktionäre trugen goldene Anstecknadeln mit der Zahl „168“ auf ihren Sakkos. Damit erinnerten sie an die 168 Opfer eines verheerenden Bombenangriffs auf eine Mädchenschule im Süden Irans vom vergangenen Februar, bei dem zahlreiche Kinder, Lehrerinnen und Eltern ihr Leben verloren.

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