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Der Traum vom glorreichen Heimturnier ist geplatzt. Mit der deutlichen Niederlage der USA hat sich nun auch das letzte der drei Gastgeberländer von der Weltmeisterschaft verabschiedet. Zuvor mussten bereits Mexiko und Kanada die Segel streichen. Eine sportliche Bilanz, die bei den nordamerikanischen Ausrichtern für reichlich Ernüchterung sorgt.

USA enttäuschen gegen Belgien nach starkem Start

Für die USA endete das Turnier mit einem bitteren 1:4 gegen Belgien im Achtelfinale. Dabei hatten die US-Boys in der Gruppenphase noch ein erfrischendes und mutiges Gesicht gezeigt. Spätestens nach dem überzeugenden 2:0-Sieg in Unterzahl gegen Bosnien-Herzegowina wuchsen die Hoffnungen auf ein echtes WM-Märchen. Doch gegen die abgeklärten Belgier platzte der „American Dream“ jäh.

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Besonders die nordamerikanische Defensive präsentierte sich fahrig und lud die Europäer mit groben Schnitzern förmlich zum Toreschießen ein. Inwiefern das politische Theater um Stürmer Folarin Balogun – der erst von der FIFA gesperrt und dann begnadigt wurde – die Konzentration störte, bleibt Spekulation. Fakt ist: Das Team wirkte beim entscheidenden K.-o.-Spiel völlig von der Rolle und verabschiedet sich mit einem faden Beigeschmack aus dem Turnier.

Mexiko liefert England im Aztekenstadion einen heroischen Kampf

Ganz anders die Gefühlslage bei den Mexikanern. Trotz des Ausscheidens verließ „El Tri“ die große Fußballbühne erhobenen Hauptes. In einem denkwürdigen Achtelfinale im legendären Aztekenstadion lieferte die Mannschaft den favorisierten Engländern einen spektakulären Fight und unterlag am Ende denkbar knapp mit 2:3. Über 45 Minuten agierte Mexiko in Überzahl und drängte bis tief in die Nachspielzeit auf den Ausgleich.

Letztlich fehlte es an der nötigen Präzision im Abschluss und dem Quäntchen Glück gegen Weltstars wie Harry Kane und Jude Bellingham. Letzterer zollte dem Gegner nach Abpfiff großen Respekt: „Hut ab vor Mexiko.“ Auch wenn der Mythos der unbesiegbaren Festung Aztekenstadion nun widerlegt ist, haben die leidenschaftlichen Auftritte der Mannschaft und der fantastischen Fans diese WM maßgeblich bereichert.

Kanada verabschiedet sich ohne Vorwürfe

Für Kanada kam das Aus ebenfalls frühzeitig. Von den drei Gastgebern war den Ahornblättern im Vorfeld ohnehin am wenigsten zugetraut worden. In einer kniffligen Konstellation unter anderem mit Katar und Bosnien-Herzegowina zeigte das Team zwar Einsatz, konnte die fußballerischen Defizite auf höchstem Niveau aber nicht vollends kaschieren. Dennoch kann sich die kanadische Auswahl, gemessen an den Erwartungen, nach diesem Turnier nur wenige Vorwürfe machen.

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