DHB-Team testet gegen Dänemark: Gislason erwartet ein Handballfest
Das DHB-Team bestreitet am Wochenende einen Länderspiel-Doppelpack gegen Dänemark. Gislason erhofft sich eine Revanche.
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr erstes Testspiel gegen Weltmeister Dänemark in Kopenhagen deutlich mit 28:36 verloren. Acht Monate vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land zeigte das von Mathias Gidsel und Emil Nielsen angeführte dänische Starensemble der DHB-Auswahl kompromisslos die Grenzen auf.
Die Partie in der Kopenhagener Arena begann temporeich und absolut auf Augenhöhe. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason hielt das hohe Tempo der Skandinavier mit und überzeugte in den ersten Minuten durch eine enorm kompakte Defensive. Nach dreieinhalb Minuten brachte Welthandballer Mathias Gidsel die Hausherren mit einem kraftvollen Wurf ins lange Eck zwar in Führung, doch die deutsche Auswahl hielt über die zweite Welle stark dagegen.
Nach knapp fünf Minuten kippte jedoch das Momentum. Der überragende Schlussmann Emil Nielsen entschärfte einen freien Tempogegenstoß von DHB-Kapitän Johannes Golla. Diese Parade wirkte wie ein Weckruf für die Dänen: Die deutschen Angreifer leisteten sich fortan vermehrt technische Fehler, was der amtierende Olympiasieger eiskalt zu einem schnellen 3:0-Lauf nutzte.
Obwohl sich das absolute Nonplusultra im Männer-Handball im Anschluss eine seltene, fehlerbehaftete Schwächephase leistete, konnte Deutschland daraus nicht dauerhaft Kapital schlagen. Eine stabile DHB-Abwehr erzwang zwar Ballverluste, und Renars Uscins besorgte mit etwas Glück den 6:7-Anschlusstreffer. Doch Dänemarks Coach Nikolaj Jacobsen zog sofort die taktische Reißleine und nahm eine Auszeit.
Die Unterbrechung verfehlte ihre Wirkung nicht. Die Dänen antworteten mit drei Treffern in Serie und stellten die gewohnte Dominanz auf dem Parkett umgehend wieder her.
Das Hauptproblem der deutschen Auswahl offenbarte sich im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit schonungslos in der Offensive. Halbgare Abschlüsse und unpräzise Pässe spielten der dänischen Weltklasse in die Karten. Besonders Keeper Nielsen wuchs über sich hinaus und parierte nach 20 Minuten unglaubliche 50 Prozent der deutschen Würfe – ein Wert, der selbst auf internationalem Top-Niveau außergewöhnlich ist.
Auch die restliche dänische Defensive stand massiv. Mit einer cleveren Umstellung auf eine 5-1-Deckung störten die Gastgeber die ohnehin wackligen Passwege der DHB-Auswahl empfindlich. Gidsel fing wiederholt Bälle ab und vollstreckte gnadenlos per Tempogegenstoß. Trotz einer Auszeit von Gislason zog Dänemark unaufhaltsam davon. Angetrieben von Mads Hoxer und Emil Jacobsen bauten die Gastgeber ihren Vorsprung konsequent aus, was für die deutsche Mannschaft bereits zur Halbzeit in einem bitteren Acht-Tore-Rückstand mündete.
Das DHB-Team bestreitet am Wochenende einen Länderspiel-Doppelpack gegen Dänemark. Gislason erhofft sich eine Revanche.
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