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Die SG Flensburg-Handewitt hat am Freitagabend in der Handball-Bundesliga ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem dominanten 40:30-Heimsieg (19:15) gegen die MT Melsungen feierten die Schleswig-Holsteiner den dritten Erfolg in Serie und eroberten den zweiten Tabellenplatz von den Füchsen Berlin zurück.

Vertragsverlängerung sorgt früh für Euphorie

Bereits vor dem Anpfiff hatten die heimischen Fans in der Halle Grund zum Jubeln. Der norwegische Rechtsaußen Aksel Horgen verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2028. Beflügelt von dieser Personalentscheidung legten die Norddeutschen auf der Platte sofort den Vorwärtsgang ein. Der dänische Topscorer Emil Jakobsen, der mit neun Toren zum besten Werfer der Partie avancierte, brachte seine Farben früh in Führung und gab den Rhythmus für die Anfangsphase vor.

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Rote Karte schwächt Melsungens Widerstand

Mitte der ersten Halbzeit zogen die Hausherren das Tempo merklich an und bauten die Führung sukzessive aus. Die Hessen versuchten gegenzuhalten, erlitten jedoch kurz vor dem Pausenpfiff einen herben Rückschlag: Der lettische Rückraumspieler Dainis Kristopans kassierte nach einem harten Zusammenprall in der 24. Minute nach Videobeweis die Rote Karte. Ohne ihren Schlüsselspieler verlor die MT zusehends den Zugriff in der Defensive, sodass die SG durch einen Treffer von Lasse Möller mit einem komfortablen Vier-Tore-Vorsprung in die Kabine ging.

Flensburger Offensivfeuerwerk im zweiten Durchgang

Wer nach dem Seitenwechsel mit einem Aufbäumen der Gäste gerechnet hatte, wurde schnell enttäuscht. Angeführt von Kapitän Johannes Golla spielte sich der Tabellenzweite in einen wahren Rausch. Die Abwehr stand kompakt, und im Angriff bestraften die Flensburger jeden Fehler der Gäste eiskalt. Bereits nach 37 Minuten war die Vorentscheidung beim Stand von 25:17 durch Domen Novak gefallen.

In der Schlussphase rotierte das Flensburger Trainerteam, wodurch sich auch Nachwuchskräfte wie Thilo Knutzen in die Torschützenliste eintragen durften. Mit der Schlusssirene markierte Patrick Volz schließlich den Endstand zum 40:30 und krönte eine beachtliche Mannschaftsleistung, die Flensburg im Titelrennen der Bundesliga weiter alle Chancen offenlässt.

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