Füchse Berlin gewinnen DHB-Pokal: Titel-Boost für kommende Aufgaben
Die Füchse Berlin sichern sich den DHB-Pokal und wollen das Sieger-Momentum in die heiße Saisonphase mitnehmen.
Die Füchse Berlin haben im Rennen um die Champions-League-Plätze einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Der frischgebackene DHB-Pokalsieger bezwang am Donnerstagabend in der Handball-Bundesliga den direkten Verfolger VfL Gummersbach mit 28:26 (13:12). In einer von Fehlern geprägten Partie in der Max-Schmeling-Halle avancierte Torhüter Dejan Milosavljev mit einem herausragenden Auftritt zum unumstrittenen Matchwinner.
Die Euphorie in Berlin war bereits vor dem Anpfiff greifbar. Kapitän Max Darj präsentierte den Fans stolz die am vergangenen Wochenende gewonnene Trophäe des DHB-Pokals. Dieser Rückenwind übertrug sich direkt auf das Parkett: Die Hausherren starteten mit hoher Intensität und zogen zügig auf 3:0 davon. Die Gäste aus dem Oberbergischen benötigten fünf Minuten, um überhaupt auf die Anzeigetafel zu kommen.
Doch die anfängliche Souveränität bröckelte schnell. Beide Offensivreihen leisteten sich im weiteren Verlauf ungewohnte Ungenauigkeiten. Während Gummersbachs Milos Vujovic einen Siebenmeter ungenutzt ließ, scheiterte Berlins Top-Torschütze Mathias Gidsel frei vor dem Kasten an der Latte. Obwohl die Hauptstädter zwischenzeitlich mit vier Toren (7:3) führten, ließ eine schwache Chancenverwertung gegen den glänzend aufgelegten VfL-Schlussmann Dominik Kuzmanović den Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf ein mageres 13:12 schmelzen.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Momentum zunächst komplett. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff glichen die Gäste erstmals aus (14:14). In dieser kritischen Phase übernahm das dänische Duo der Berliner die Verantwortung. Lasse Andersson und Mathias Gidsel, der am Ende mit überragenden elf Treffern glänzte, hielten die Offensive durch ihre enorme individuelle Klasse am Leben.
Dennoch blieb die Begegnung offensiv zäh – Trefferquoten von unter 60 Prozent auf beiden Seiten belegten die harte Defensivarbeit und die Abschlussschwäche. Dass das Pendel letztlich zugunsten der Berliner ausschlug, lag an Dejan Milosavljev. Der Keeper stellte einen neuen persönlichen Bestwert auf und bügelte die Fehler seiner Vorderleute mit spektakulären Paraden aus. Als Gummersbach acht Minuten vor Schluss erneut ausglich (22:22) und sich ein echter Handball-Krimi anbahnte, vernagelte er sein Tor komplett.
Mit einem gehaltenen Siebenmeter exakt eine Minute vor der Schlusssirene setzte Milosavljev den Deckel auf die extrem umkämpfte Partie. Durch den 28:26-Erfolg spitzt sich der Kampf um den zweiten Tabellenplatz nun auf ein packendes Fernduell zwischen den Füchsen Berlin und der SG Flensburg-Handewitt zu.
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