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Nach der überraschenden 30:34-Niederlage gegen GWD Minden am Mittwochabend steht die Zukunft von Cheftrainer Filip Jicha beim THW Kiel auf der Kippe. Geschäftsführer Viktor Szilagyi ließ ein klares Bekenntnis zu dem 42-Jährigen aus und kündigte stattdessen eine tiefgreifende Saisonanalyse an. Der deutsche Rekordmeister durchlebt aktuell die schlechteste Spielzeit seit der Saison 2002/03, weshalb nun tiefgreifende Konsequenzen an der Förde drohen.

Schonungslose Saisonanalyse entscheidet über Jichas Zukunft

Unmittelbar nach der bitteren Pleite in Ostwestfalen vermied Szilagyi eine Jobgarantie für seinen Coach. Auf die Frage nach dem langjährigen Kieler erklärte der THW-Geschäftsführer pragmatisch, dass im Profisport nichts zu hundert Prozent sicher sei. Man müsse nun ein gemeinschaftliches Gefühl entwickeln und besprechen, wie die gleichen Ziele wieder verfolgt werden können.

Gemeinsam mit Co-Geschäftsführerin Anja Niemann und dem Aufsichtsrat wird die sportliche Leitung in den kommenden Tagen die Situation schonungslos aufarbeiten. Dabei wird laut übereinstimmenden Medienberichten über alles geredet – auch über eine mögliche Trennung von dem Mann, der seit 2019 hauptverantwortlich an der Seitenlinie der Zebras steht. Das klare Ziel des Vorstands ist es, den Klub wieder in den Kampf um die Spitze der Bundesliga zurückzuführen.

Historischer Absturz und verpasste Königsklasse

Die sportliche Talfahrt der Norddeutschen hat gravierende Ausmaße angenommen. Die Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe ist für den einstigen Branchenprimus mittlerweile außer Reichweite geraten. Während Konkurrenten wie der TBV Lemgo, der kürzlich einen Zittersieg gegen Leipzig verbuchte, fleißig punkten, wackelt für die Kieler sogar der fünfte Tabellenplatz in der Handball-Bundesliga.

Ein letzter Rettungsanker für eine versöhnliche Spielzeit war das Finale der European League. Doch auch hier zog der THW gegen die MT Melsungen den Kürzeren. Mit dieser Niederlage platzte endgültig der Traum von der Qualifikation für die Champions League. Nach sieben Jahren im Verein könnte die Ära des ehemaligen Weltklasse-Handballers in Kiel nun ein vorzeitiges Ende finden, während die Verantwortlichen den Neustart planen.

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