Tyson Fury beendet nach eineinhalb Jahren seine Rente und kehrt am 11. April im Londoner Tottenham Stadium in den Boxring zurück. Der britische Schwergewichtler trifft bei seinem mit Spannung erwarteten Comeback auf den russischen K.o.-Schläger Arslanbek Makhmudov und peilt einen dominanten Sieg an.

Sorge um die Gesundheit: John Fury warnt vor Ring-Rückkehr

Geht es nach seinem Vater John Fury, ist dieser Schritt ein massiver Fehler. Der 60-Jährige äußerte im Interview mit Playbook Boxing massive Bedenken bezüglich der körperlichen Verfassung seines Sohnes. Seit den harten Schlachten gegen den US-Amerikaner Deontay Wilder fehle es dem bald 38-Jährigen an der nötigen Beinarbeit. Der Vater geht sogar so weit, Alarmstufe Rot auszurufen: Er befürchtet lebenslange Gehirnschäden oder gar ein tödliches Ende, sollte der Ex-Weltmeister im Ring in ernsthafte Schwierigkeiten geraten.

Harte Kritik am Trainerteam des Schwergewichts

Die scharfen Worte des Vaters richten sich gezielt an das aktuelle Betreuerteam um Trainer Sugar Hill Steward und Manager Spencer Brown. Er wirft der Entourage vor, ihre eigenen Egos über das Wohl des Kämpfers zu stellen und im Ernstfall nicht das Handtuch zu werfen. Die Box-Szene selbst zeigt sich von der Rückkehr des Engländers derweil wenig überrascht. Nachdem der Brite Anfang 2025 im Anschluss an seine zweite Niederlage gegen den Ukrainer Oleksandr Usyk seinen Rücktritt verkündet hatte, nahmen ihm Experten den dauerhaften Abschied aus dem Sport ohnehin nicht ab.

Arslanbek Makhmudov als gefährlicher Härtetest

Der Rückkehrer kündigte bereits vollmundig an, seinem russischen Gegner bei dieser Metzger-Einheit bildlich gesprochen den Kopf von den Schultern schlagen zu wollen. Mit dem zwei Meter großen Makhmudov wartet allerdings kein Fallobst. Der in Kanada lebende Schwergewichtler, der einst als Bogeyman der Division galt, bringt die enorme Schlagkraft von 19 Knockouts aus 23 Kämpfen mit. Zwar musste er Ende 2023 eine bittere Niederlage gegen den Deutschen Agit Kabayel einstecken und verlor im Folgejahr auch gegen den Italiener Guido Vianello, doch mit einem Punktsieg über Dave Allen meldete er sich zuletzt stabil zurück. Ein Sieg über den gefährlichen Russen würde dem britischen Fan-Liebling die Türen für weitere Top-Kämpfe weit öffnen.

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