Tyson Fury hat sich am Samstagabend im Londoner Tottenham Stadium mit einem Punktsieg gegen den Russen Arslanbek Makhmudov im Boxring zurückgemeldet. Doch statt über den unspektakulären Comeback-Erfolg zu sprechen, nutzte der englische Schwergewichtler die große Bühne für eine feurige Herausforderung an seinen Rivalen Anthony Joshua.

Zäher Punktsieg gegen Arslanbek Makhmudov

Nach 476 Tagen Ringabstinenz war dem sogenannten Gypsy King die lange Pause deutlich anzumerken. Gegen den boxerisch stark limitierten Arslanbek Makhmudov dominierte Fury zwar das Geschehen, glänzen konnte der 37-Jährige jedoch kaum. Der Zwei-Meter-Hüne aus Russland wirkte bei seinen unkoordinierten Angriffen oft ungeschickt und offenbarte gravierende Schwächen in der Balance, wodurch er für den technisch überlegenen Ex-Weltmeister keine ernsthafte Gefahr darstellte.

Box-Experten kritisierten die Leistung als enttäuschend. So merkte Bernd Bönte, langjähriger Manager der Klitschko-Brüder, an, dass Fury stark eingerostet wirkte. Zum Vergleich: Der deutsche Schwergewichts-Hoffnungsträger Agit Kabayel hatte denselben Gegner Ende 2023 in Riad noch förmlich überrollt und durch harte Körpertreffer frühzeitig besiegt.

Battle of Britain: Fury provoziert Anthony Joshua

Die eigentliche Action spielte sich erst nach dem finalen Gong ab. Noch im Ring wandte sich der extrovertierte Brite direkt in die Kameras des Streamingdienstes Netflix und an den in der ersten Reihe sitzenden Anthony Joshua. Mit lautstarken Rufen forderte er die lange herbeigesehnte Battle of Britain und heizte die 60.000 Zuschauer auf den Rängen massiv an.

Joshua hingegen ließ sich von dem lauten Spektakel nicht aus der Ruhe bringen. Der ehemalige Champion konterte kühl, er sei der Boss und Fury arbeite für ihn. Dieser direkte verbale Schlagabtausch weckt bei Fans und Experten nun die große Hoffnung, dass der britische Megafight im Schwergewicht in naher Zukunft endlich Realität wird.

Verwandte Beiträge