Olympia: Eileen Gu holt Halfpipe-Gold und bricht historischen Rekord
Freestyle-Star Eileen Gu hat bei den Olympischen Spielen dem Druck standgehalten und Gold in der Halfpipe gewonnen. Mit ihrem dritten...
Laura Nolte und Deborah Levi haben erneut Sportgeschichte geschrieben und sich die Goldmedaille im Zweierbob gesichert. Nach dem Triumph von Peking 2022 feierte das deutsche Duo ausgelassen im Deutschen Haus – und stellte in der Euphorie des Sieges die eigentlich feststehenden Pläne für das Karriereende 2026 infrage.
Die Anspannung der Wettkampftage fiel erst weit nach Mitternacht von den beiden Bobfahrerinnen ab. Mit Pizza in der einen und einem Aperol in der anderen Hand genossen Laura Nolte und Deborah Levi ihren Triumph in vollen Zügen. Beim traditionellen "Medal Walk" im Deutschen Haus tanzten die alten und neuen Olympiasiegerinnen zum Song Unwritten von Natasha Bedingfield. Für das Duo ist es bereits der zweite gemeinsame Gold-Coup im Zweierbob nach den Winterspielen in Peking 2022.
„Wir sind voll am Genießen, das jetzt geschafft zu haben und vor allem dann den Moment mit Familie und Freunden teilen zu können“, erklärte Nolte sichtlich bewegt. Die Freude über den erneuten Titelgewinn scheint dabei so groß zu sein, dass fest geglaubte Zukunftsentscheidungen ins Wanken geraten.
Eigentlich hatten die 27-jährige Pilotin und ihre Anschieberin geplant, ihre beeindruckende Laufbahn mit dem Jahr 2026 zu beenden. Doch der aktuelle Erfolg hat offenbar ein Umdenken angestoßen. „Wir wollten 2026 eigentlich aufhören. Ich glaube, das haben wir uns beide so ein bisschen anders überlegt. Es macht einfach nur super viel Spaß“, gab die Weltklasse-Pilotin einen Einblick in ihre Gefühlswelt.
Ob die Reise bis zu den Olympischen Spielen 2030 in den französischen Alpen weitergeht, ließ Nolte jedoch noch offen: „In La Plagne haben wir unseren ersten Weltcupsieg zusammen geholt. Doch vier Jahre sind noch weit weg. Schauen wir mal.“ Ein entscheidender Faktor für die Fortsetzung der Karriere ist die enge Bindung zwischen den beiden Athletinnen. „Es ist schön zu wissen, dass ich eine Freundin habe, die heiß darauf ist, dass wir wieder zusammenfahren können. Und das ist auch das, was uns am Ende zu Gold trägt – unsere Freundschaft“, sagte Levi mit Tränen in den Augen. Zunächst steht für die besten Freundinnen jedoch ein gemeinsamer Urlaub an.
Neben dem goldenen Duo feierte auch Lisa Buckwitz einen historischen Erfolg. Sie gewann die Silbermedaille und erreichte damit etwas Einmaliges: Medaillengewinne sowohl als Anschieberin als auch später als Pilotin. Im Gegensatz zu Nolte plant Buckwitz jedoch, die olympische Bühne voraussichtlich zu verlassen. Eine Teilnahme 2030 könne sich die 31-Jährige derzeit noch nicht vorstellen.
Aufmerksamkeit erregte Buckwitz im Vorfeld auch durch ihren Sponsor OnlyFans. Die Plattform unterstützte die Sportsoldatin finanziell bei Trainingslagern und Materialkosten. „Für mich ist es ein Sponsor, der mir neben der Bundeswehr den Sport ermöglicht. Also was ganz Normales“, stellte die Silbermedaillengewinnerin klar. Auch wenn sie sich auf Social Media teilweise freizügig präsentiert, zieht sie klare Grenzen – Nacktheit ist kein Thema. Nach den Strapazen der Saison plant Buckwitz nun eine Reise nach Hawaii: „Das hat man sich auch so nach den Jahren verdient. Man verzichtet ja schon als Leistungssportler auf sehr vieles.“
Den deutschen Doppelsieg verfolgte auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) live vor Ort. Er sah, wie seine beiden Soldatinnen Nolte und Buckwitz die hochdekorierte US-Pilotin Kaillie Humphries im zweiten Lauf auf Rang drei verwiesen und die Führung bis ins Ziel nicht mehr abgaben.
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