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Moritz Wesemann hat bei der Schwimm-Europameisterschaft in Paris erneut zugeschlagen. Nur vier Tage nach seinem Triumph vom 1-Meter-Brett sicherte sich der 24-jährige Sportsoldat auch im Finale vom 3-Meter-Brett die Goldmedaille. Im Centre Aquatique Olympique triumphierte er mit überragenden 506,80 Punkten vor dem Franzosen Jules Bouyer und dem Briten Jordan Houlden.

Nerven aus Stahl: Wesemann krönt spektakuläre Aufholjagd

Der Wettkampf vom 3-Meter-Brett entwickelte sich zu einem der absoluten Höhepunkte der Titelkämpfe in der französischen Hauptstadt. Dabei sah es für den Deutschen nach dem ersten Durchgang alles andere als rosig aus: Ein fehlerhafter Auftakt warf ihn zunächst auf den elften Platz im zwölfköpfigen Teilnehmerfeld zurück. Doch der Titelverteidiger aus Halle an der Saale bewies beeindruckende mentale Stärke. Mit jedem weiteren Sprung kämpfte sich der DSV-Athlet weiter an die Spitze heran und lieferte sich ein hochklassiges Duell mit der Konkurrenz.

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Die Entscheidung fiel erst im allerletzten Durchgang. Der bis dato führende Brite Jordan Houlden leistete sich einen folgenschweren Patzer, den Wesemann eiskalt ausnutzte. Mit einem perfekten Schlusssprung schraubte der neue Doppel-Europameister sein Konto auf eine herausragende Punktzahl. Teamkollege Lou Massenberg, der den Wettkampf auf einem respektablen fünften Platz beendete, zeigte sich restlos begeistert von der Leistung seines Landsmanns und bezeichnete das Knacken der magischen 500-Punkte-Marke als absolute Weltklasse.

Silber für Pfeif und Rösler komplettiert Medaillenregen

Neben dem Gold-Triumph gab es aus deutscher Sicht an diesem Tag weiteren Grund zum Jubeln. Im Mixed-Synchronspringen vom Turm sicherten sich Pauline Pfeif und Ole Rösler die Silbermedaille. Das Duo musste sich im Finale lediglich den ukrainischen Siegern Oleksij Sereda und Xenia Bailo geschlagen geben, verwies aber die Konkurrenz aus Spanien souverän auf den Bronzerang.

Besonders bemerkenswert ist dieser Erfolg durch die Tatsache, dass der erst 18-jährige Rösler und seine erfahrene Partnerin im Vorfeld kaum gemeinsame Trainingseinheiten absolvieren konnten. Für die 24-jährige Pfeif avancieren die Wettkämpfe in Paris ohnehin zu einem vollen Erfolg: Sie verlässt das Becken mit insgesamt drei Silbermedaillen im Gepäck. Insgesamt steht das deutsche Sprung-Team vor dem Abschlusstag bei beeindruckenden sieben Medaillen, von denen drei in Gold glänzen.

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