Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Monte Carlo eine herbe Niederlage kassiert. Der deutsche Topspieler verlor im Halbfinale gegen den Italiener Jannik Sinner auf Sand deutlich mit 1:6 und 4:6. Damit scheiterte der Hamburger bereits zum dritten Mal innerhalb von nur vier Wochen in einer Vorschlussrunde an seinem Dauerrivalen.

Achte Niederlage in Folge für den Olympiasieger

Nach den jüngsten Hartplatz-Pleiten in Indian Wells und Miami hatte sich Zverev auf seinem bevorzugten Belag eine Revanche erhofft. Doch der eiskalte Südtiroler ließ ihm im Fürstentum nicht den Hauch einer Chance. Nach lediglich 34 Minuten sicherte sich Sinner den ersten Durchgang. Zverev agierte vor allem zu Beginn arg fehlerhaft und fand gegen das dominante Spiel seines Kontrahenten keine Lösungen.

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Zwar stabilisierte sich Deutschlands bester Tennisspieler im zweiten Satz etwas, blieb bei gegnerischem Aufschlag jedoch völlig harmlos. Im gesamten Matchverlauf erarbeitete sich Zverev keine einzige Breakchance und kam nur ein einziges Mal überhaupt zu einem 30:30. Nach 1:22 Stunden verwandelte Sinner seinen ersten Matchball. Es war die achte Pleite in Serie für Zverev gegen den Weltranglistenzweiten – zum fünften Mal hintereinander sogar ohne eigenen Satzgewinn.

French-Open-Formkurve und der Kampf um die Nummer eins

Die Einseitigkeit des Duells erinnerte stark an das ernüchternde 0:6 und 1:6 beim Paris-Masters im vergangenen Oktober. Mit Blick auf die am 24. Mai startenden French Open dämpft dieser Auftritt die Hoffnungen auf einen großen Triumph in Roland Garros. Im direkten Head-to-Head führt Sinner nun klar mit 9:4 Siegen. Auf Sand war es erst das dritte Aufeinandertreffen: Sinner gewann 2020 in Paris, Zverev siegte 2022 im Viertelfinale von Monte Carlo.

Während Zverev die Heimreise antreten muss, geht es für Sinner nun um den Turniersieg und den Thron der Tenniswelt. Im zweiten Halbfinale treffen der Spanier Carlos Alcaraz und der monegassische Lokalmatador Valentin Vacherot aufeinander. Sollte Alcaraz überraschend stolpern, übernimmt Sinner am Montag wieder die Führung in der Weltrangliste. Setzt sich der Spanier durch, kommt es am Sonntag im Endspiel zum direkten Showdown um die Nummer eins.

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