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Jannik Sinner geht als absoluter Topfavorit in die French Open 2026 in Paris. Während der Italiener die ATP-Tour nach Belieben dominiert, sieht die schwedische Tennis-Legende Mats Wilander für Alexander Zverev und die restliche Konkurrenz nur eine Möglichkeit, den Siegeszug beim am Sonntag startenden Grand-Slam-Turnier zu stoppen: physische Erschöpfung.

Mats Wilander fordert Kraftakt der Konkurrenz

Derzeit führt auf dem Sandplatz kaum ein Weg an Jannik Sinner vorbei. Technisch und taktisch sieht der siebenmalige Grand-Slam-Champion Mats Wilander den 24-Jährigen der restlichen Weltelite weit überlegen. Gegenüber dem TV-Sender Eurosport skizzierte der Schwede ein klares Szenario, wie der Dominator in Paris zu Fall gebracht werden kann.

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Das Einzige, was Jannik Sinner am Sieg in Paris hindern kann, sind die anderen 127 Spieler, analysierte Wilander treffend. Die Konkurrenz müsse sich gewissermaßen zusammentun und den Südtiroler körperlich ans absolute Limit treiben. Nur wenn Sinner im Turnierverlauf mehrere sehr lange und intensive Matches hintereinander bestreiten müsse, eröffne sich für Spieler wie Alexander Zverev eine realistische Titelchance.

Jannik Sinner jagt den fehlenden Grand-Slam-Titel

Für Sinner steht in der französischen Hauptstadt viel auf dem Spiel. Der Weltranglistenerste feierte kürzlich beim Masters in Rom einen emotionalen Heimsieg und erreichte damit einen weiteren Meilenstein seiner noch jungen Karriere. Da sein größter Dauerrivale Carlos Alcaraz verletzungsbedingt für das Turnier in Roland-Garros ausfällt, ist der Weg für den Italiener so frei wie selten zuvor.

Auch Mats Wilander ist sich sicher, dass die Zeit reif ist. Das Timing für den Sandplatz-Klassiker sei perfekt, schließlich ist die Coupe des Mousquetaires die einzige große Major-Trophäe, die dem amtierenden Branchenprimus noch in seiner beeindruckenden Sammlung fehlt.

Alexander Zverev sucht nach dem Rezept gegen seinen Angstgegner

In Deutschland ruhen die Hoffnungen derweil auf Alexander Zverev. Als Nummer drei der Weltrangliste gehört der Hamburger naturgemäß zum engsten Kreis der Mitfavoriten, wenn am Sonntagvormittag die Hauptrunde beginnt. Doch die jüngste Bilanz gegen Sinner liest sich aus deutscher Sicht besorgniserregend: Neun Niederlagen in Serie musste Zverev gegen den Südtiroler einstecken, darunter eine herbe 1:6, 2:6-Klatsche im Finale von Madrid.

Die scheinbare Übermacht des Italieners treibt auch Zverev um. Bei Sky nahm Deutschlands Tennis-Ass kürzlich nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Spielervereinigung in die Pflicht. Die Tour müsse gemeinsam einen Weg finden, Sinner endlich zu stoppen. Ob dieser Weg über den von Wilander geforderten physischen Verschleißkampf führt, wird sich in den kommenden zwei Wochen auf der roten Asche von Paris zeigen.

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