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Jannik Sinner legt den Schläger vorerst aus der Hand. Nach seinem beeindruckenden Masters-Triumph in Rom und dem Brechen historischer Rekorde gönnt sich der italienische Tennis-Star eine bewusste Auszeit, um sich physisch und mental auf die French Open in Roland Garros vorzubereiten.

Kein Tennis: Sinners ungewöhnlicher Weg nach Paris

Der formstarke Weltranglistenspieler hat nach intensiven Wochen einen klaren Plan für das anstehende Grand-Slam-Turnier gefasst – und der beinhaltet vorerst keinen Sport. „Die wichtigste Priorität ist, mich in den nächsten zwei, drei Tagen so gut wie möglich zu erholen“, erklärte der frischgebackene Rom-Sieger nach seinem Finalerfolg.

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Das bedeutet für den Südtiroler konkret: Den Schläger komplett weglegen, Zeit mit der Familie verbringen und vom Profisport abschalten. Erst am kommenden Donnerstag plant Sinner die Reise nach Paris, um die direkte Turniervorbereitung aufzunehmen. Bis dahin stehe die körperliche und geistige Regeneration an erster Stelle, so der Italiener.

Djokovic überflügelt: Historische Rekorde in Rom

Dass diese Pause wohlverdient ist, beweist ein Blick auf die jüngsten Errungenschaften des Ausnahmeathleten. Mit seinem sechsten Masters-Titel in Serie krönte er sich zum Sieger aller neun Turniere dieser Kategorie auf der Tour. Dieses sogenannte „Career Golden Masters“ war zuvor einzig Novak Djokovic vorbehalten. Zudem überbot Sinner den serbischen Rekordhalter mit nun 34 Masters-Siegen in Folge deutlich, nachdem die bisherige Bestmarke des „Djokers“ aus dem Jahr 2011 bei 31 ungeschlagenen Matches lag.

Unangefochtener Topfavorit in Roland Garros

Für das Sandplatz-Highlight in Frankreich ist die Ausgangslage damit historisch einmalig. Dem pfeilschnellen Strategen fehlt auf seiner Liste nur noch der Triumph in Paris, um den „Career Grand Slam“ zu komplettieren, nachdem er dort im Vorjahr bereits das Finale erreichte. Da zudem sein großer Konkurrent Carlos Alcaraz ausfällt, reist Sinner als klarer Gejagter an die Seine.

Wie dominant der Italiener aktuell aufspielt, unterstreicht auch die Einschätzung von Coaching-Ikone Patrick Mouratoglou: Dieser verglich die derzeitigen Siegchancen des Titelaspiranten unlängst mit denen von Sandplatzkönig Rafael Nadal in dessen absolut besten Zeiten. Für Sinner könnten die Vorzeichen für den ganz großen Wurf bei den French Open also kaum besser stehen.

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