French Open: Tennis-Legende Wilander erklärt Zverevs Chance gegen Sinner
Mats Wilander verrät, wie Alexander Zverev den absoluten Topfavoriten Jannik Sinner bei den French Open 2026 schlagen kann.
Alexander Zverev nimmt bei den anstehenden French Open in Paris seinen 41. Anlauf auf den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Der Weltranglistendritte geht hochmotiviert in das Sandplatzturnier, doch ein Blick in die Zahlen offenbart eine deutliche Schwäche gegen die absolute Weltspitze, die ihm den ersehnten Triumph verwehren könnte.
Trotz dreier Finalteilnahmen und zehn Halbfinal-Einzügen bei den vier wichtigsten Turnieren des Jahres fehlt dem Olympiasieger von 2021 noch immer der ultimative Erfolg. Der Grund dafür ist vor allem der Konkurrenz ganz oben im Ranking anzulasten. Wenn es in die heiße Phase geht, zieht der gebürtige Hamburger gegen die direkten Rivalen zu oft den Kürzeren. In direkten Duellen mit den aktuellen Top 10 der Weltrangliste bei Grand-Slam-Turnieren steht eine ernüchternde Match-Bilanz von 4:14 Siegen zu Buche. Bemerkenswert: Einzig gegen den Australier Alex de Minaur konnte er auf dieser Ebene bislang triumphieren.
Besonders die junge Elite bereitet der deutschen Nummer eins zunehmend Kopfzerbrechen. Gegen Branchenprimus Jannik Sinner hagelte es wettbewerbsübergreifend zuletzt neun Niederlagen am Stück. Allein im aktuellen Kalenderjahr musste sich der Aufschlagspezialist dem formstarken Südtiroler bereits viermal geschlagen geben. Auch gegen den Weltranglistenzweiten Carlos Alcaraz und den formstarken Taylor Fritz sprechen die jüngsten Serien eher gegen den Deutschen. Die historische Gesamtbilanz gegen die besten zehn Spieler der Welt verdeutlicht das Dilemma: 48 Siegen stehen 59 Niederlagen gegenüber.
Trotz der ausbaufähigen Quote gegen die absolute Elite gibt es auch Lichtblicke. Gegen den US-Amerikaner Ben Shelton behält der 27-Jährige eine makellose weiße Weste von fünf Siegen in fünf Matches. Auch Felix Auger-Aliassime liegt ihm mit einer insgesamt positiven Bilanz historisch durchaus. Bei den French Open wird es nun darauf ankommen, die mentale Hürde gegen die Top-Gegner zu überwinden. Der Spielplan meint es zumindest vorerst gut mit ihm: Auf dem roten Sand von Roland Garros kann er frühestens im Viertelfinale auf einen Spieler aus der elitären Top-10-Riege treffen. Genug Zeit also, um sich das nötige Selbstvertrauen für die entscheidenden Duelle zu erarbeiten.
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