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Aryna Sabalenka zieht nach einem unerwartet harten Stück Arbeit in die Runde der letzten Vier beim WTA-Turnier in Berlin ein. Die belarussische Topspielerin besiegte die tschechische Außenseiterin Nikola Bartunkova nach einem dramatischen Spielverlauf mit 2:6, 7:6 (7:2) und 6:4. Im Halbfinale wartet nun die US-Amerikanerin Jessica Pegula.

Bartunkova dominiert die Anfangsphase

Zu Beginn der Partie deutete nichts auf einen Erfolg der großen Favoritin hin. Die erst 20-jährige Bartunkova startete furios und setzte Sabalenka massiv unter Druck. Nach einem kurzen anfänglichen Abtasten erspielte sich die Nummer 63 der Weltrangliste fünf Spielgewinne in Folge. Die Tschechin glänzte mit starken Aufschlägen und nutzte ihre Breakchancen eiskalt aus, während Sabalenka beim Return überhaupt keinen Rhythmus fand. Folgerichtig ging der erste Durchgang völlig verdient mit 6:2 an die Herausforderin.

Spektakuläre Aufholjagd der Favoritin

Auch im zweiten Satz schien die Sensation zunächst greifbar. Bartunkova zog schnell auf 4:0 davon und brachte Sabalenka an den Rand einer krachenden Niederlage. Doch dann bewies die Belarussin genau jene Mentalität, die absolute Weltklasse-Spielerinnen auszeichnet. Sabalenka agierte plötzlich aggressiver, minimierte ihre Fehlerquote und startete eine furiose Aufholjagd. Sie drehte den Spielstand auf 5:4, bevor es letztlich in einen engen Tiebreak ging. Dort trat Sabalenka dominant und mutig auf, sicherte sich den Entscheidungspart klar mit 7:2 und glich nach Sätzen aus.

„Ich wusste zwischendurch nicht mehr, was ich tun sollte. Sie hat mir so sehr die Bälle um die Ohren gehauen“, zollte Sabalenka ihrer Kontrahentin nach dem Matchgewinn großen Respekt. „Ich habe nur versucht, irgendwie im Spiel zu bleiben. Was für eine tolle Spielerin.“

Break-Festival im Entscheidungssatz

Mit dem psychologischen Vorteil im Rücken startete Sabalenka in den dritten Durchgang und sicherte sich direkt ein frühes Break zum 2:0. Wer nun jedoch mit einem souveränen Durchmarsch rechnete, sah sich getäuscht. Bartunkova bewies enorme Courage, schlug prompt zurück und glich zum 2:2 aus. Es entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch, bei dem beide Spielerinnen massive Schwierigkeiten hatten, ihren eigenen Aufschlag durchzubringen.

Nach einem weiteren Break und Re-Break zum 3:3 setzte sich in der Crunchtime schließlich die Konstanz und die größere Routine der Favoritin durch. Sabalenka gelang das entscheidende Break und sie servierte das Match zum hart umkämpften 6:4-Endstand nach Hause. In der Vorschlussrunde muss sich die Belarussin nun steigern, wenn sie das Duell gegen die US-Amerikanerin Jessica Pegula für sich entscheiden will.

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