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Alexander Zverev blickt nach vier Halbfinal-Niederlagen in Serie auf das anstehende ATP Masters in Madrid. Die deutsche Tennis-Legende Boris Becker ordnet die jüngsten Pleiten des Hamburgers ein und sieht die deutsche Nummer eins trotz der unerwarteten Niederlage in München weiterhin auf einem guten Weg.

Italienische Stolpersteine in der Vorschlussrunde

Die Formkurve von Alexander Zverev zeigt grundsätzlich nach oben, doch die Runde der letzten Vier entwickelt sich für ihn zunehmend zu einer massiven Hürde. Bei den prestigeträchtigen Turnieren in Indian Wells, Miami und Monte Carlo scheiterte der Olympiasieger jeweils an Jannik Sinner. Beim heimischen Sandplatzturnier in München war es zuletzt dessen Landsmann Flavio Cobolli, der die Titelhoffnungen des Lokalmatadoren jäh beendete.

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Für den sechsfachen Grand-Slam-Sieger Boris Becker kommt diese Entwicklung teilweise überraschend. Am Rande der Laureus World Sports Awards in der spanischen Hauptstadt lobte der Ex-Profi die grundsätzliche Konstanz seines Landsmanns, der bis zum Halbfinale meist absolute Weltklasse spiele. Dann passiere laut Becker jedoch häufig etwas Unvorhergesehenes. Während das Scheitern gegen den formstarken Weltranglistenersten Sinner für Becker absolut keine Schande ist, kam die Niederlage gegen den aufstrebenden Newcomer Cobolli in der bayerischen Landeshauptstadt für den Tennis-Experten durchaus unerwartet.

Gute Ausgangslage beim Masters in Madrid

Trotz des jüngsten Dämpfers blickt Becker überaus optimistisch auf die kommenden Wochen. Bereits ab Mittwoch bietet sich für Zverev beim Sandplatz-Highlight in Madrid die nächste Gelegenheit, seinen ersten Titel der laufenden Saison einzufahren. Die sportlichen Vorzeichen stehen gut: Da der Spanier Carlos Alcaraz seine Teilnahme aufgrund von Schmerzen am rechten Handgelenk kurzfristig absagen musste, rückt der pfeilschnelle Grundlinienspieler an Position zwei der Setzliste vor.

Ein erneutes Aufeinandertreffen mit seinem aktuellen Angstgegner Sinner wäre bei diesem Turnierbaum erst im großen Finale möglich. Unabhängig von der genauen Auslosung und einem möglichen Wiedersehen mit Cobolli ist Boris Becker von einer starken Turnierleistung überzeugt. Er rechnet fest damit, dass der aufschlagstarke Deutsche in Madrid zu seiner Topform zurückfindet. Sollte Zverev tatsächlich sein fünftes Halbfinale in Serie erreichen, hofft Becker schlichtweg darauf, dass er den Platz diesmal als strahlender Sieger verlässt.

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